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Anfang Mai fand im Haus Bommerholz nahe der RUB ein internationaler
Workshop über "Economies in Evolution - What Can Policy Do?" statt, an dem
auch der amerikanische Nobelpreisträger (Wirtschaftswissenschaften) Douglass
C. North teilnahm. Die Tagung wurde von Prof. Dr. Gerhard Wegner (Volkswirtschaftspolitik
der RUB) organisiert. Die Tagung knüpfte an neuere Theorien der "Evolutorischen
Ökonomik" an, die sich mit der Erforschung selbst-organisierender Systeme
und deren Eigenschaften in Ungleichgewichtssituationen beschäftigt. Im Workshop
ging es um die bislang noch kaum systematisch untersuchten wirtschaftspolitischen
Konsequenzen, die sich aufgrund der Tatsache ergeben, dass Politik in selbst-organisierende
Systeme eingreift. Von besonderem theoretischen Interesse sind Ansätze,
die auf der Schnittstelle von neuer Institutionenökonomik und evolutorischer
Ökonomik angesiedelt sind. Dazu trugen Wirtschaftswissenschaftler aus Schweden,
Frankreich, der Schweiz und den USA vor, darunter auch Nachwuchswissenschaftler.
Vor allem ihnen empfahl North, ihre Beiträge verstärkt in die internationale
Diskussion einzubringen, da es sich um innovative Ansätze handele. Die Konferenzergebnisse
werden in einem Tagungsband veröffentlicht. Gerhard Wegner |