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Anfang Mai ging ein Virus um die Computerwelt und verursachte einen Schaden
in Milliardenhöhe. Ministerien wurden lahm gelegt, Großrechner fielen
aus und private PCs wurden zuhauf zerstört. Und all das nur, weil - offenbar
- ein paar Studis Langweile hatten und deshalb der Welt John Lennons alte
Botschaft ("All You Need Is Love") in neuem Gewand und etwas direkter
zukommen lassen wollten: I LOVE YOU. Hinter der Botschaft verbarg sich
der gefräßige Virus - wer die entsprechende E-Mail öffnete (oder falls
sie automatisch geöffnet wurde), setzte seinen Rechner matt, und schlimmstenfalls
auch die Rechner seiner Freunde, Kollegen oder Geschäftspartner.
Überall auf der Welt herrschte Chaos. Überall? Nein, an der RUB gab es
kein Chaos. "Mir ist nur ein Fall bekannt, in dem
der Virus auf einem Rechner zugeschlagen hat und schließlich
gesäubert werden musste. Ich rechne zwar damit, dass es noch den einen
oder anderen Fall gegeben hat, aber auf keinen Fall in dem Maße, in dem
es einige Firmen getroffen hat", erklärt Norbert Schwarz vom Rechenzentrum
der RUB.
Die minimale Verbreitung an der RUB hat laut Schwarz ihre Ursache in der
vergleichsweise geringen Nutzung von Outlook Express als Mailclient an
der Uni. Dennoch hat man an der RUB reagiert. "Künftig werden alle von
außerhalb der RUB eingehenden E-Mails automatisch daraufhin überprüft,
ob etwa im Betreff- oder Absenderfeld erkennbar ist, dass es sich um virenverdächtige
Zusendungen handelt. In diesem Falle wird von nun an die Weiterleitung
an Empfänger innerhalb der RUB verweigert und diese/r benachrichtigt",
hieß dazu in einer Mitteilung des Rechenzentrums der RUB an alle Benutzer/innen
(9.5.2000). ad
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