Personalia
   
   
 
 

Neu berufen
Seit Januar besetzt Prof. Dr. Stephan Paul den Lehrstuhl für Angewandte Betriebswirtschaftslehre II (Finanzierung und Kreditwirtschaft) an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Stephan Paul (1963 in Dortmund geboren) ist ein echtes Eigengewächs der RUB: Er studierte hier (1982-87), wurde hier promoviert (1994) und habilitierte sich an der RUB (1999) und blieb dabei stets dem Lehrstuhl treu, den er jetzt besetzt. Gleichwohl blickte Prof. Paul während seiner wissenschaftlichen Karriere häufig über den Bochumer Tellerrand. Er absolvierte als Student Praktika bei der Deutschen Bank und bei Krupp und war parallel zur Promotion als freier Mitarbeiter bei der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden tätig. Im WS 98/99 nahm er einen Lehrauftrag an der Uni Hannover wahr und vertrat dort anschließend den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Banken und/oder Finanzierungen. Den Ruf auf diesen Lehrstuhl lehnte Stephan Paul zugunsten der RUB ab. Prof. Paul fungiert außerdem als Geschäftsführender Vorstand des Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft der RUB sowie als Wissenschaftlicher Leiter des Arbeitskreises "Finanzierung" der Schmalenbach-Gesellschaft.

Seit April leitet Prof. Dr. Matthias Epple die Arbeitsgruppe Anorganische Chemie I (Festkörperchemie) an der Fakultät für Chemie. Seine hauptsächlichen Forschungsgebiete sind "Präparative Festkörperchemie" "Strukturuntersuchungen, Thermoanalyse und Thermogravimetrie", "Magnetochemie" sowie "Hochtemperatursupraleiter". Epple (1966 in Reutlingen geboren) studierte in Braunschweig Chemie (1984-89) und wurde hier promoviert (1992). Nach einer Tätigkeit als Post-Doc in Seattle wechselte er ans Institut für Anorganische und Angewandte Chemie der Uni Hamburg (1994-97 inkl. Studienaufenthalt in Cambridge), wo er sich schließlich habilitierte (Dezember 1997). Epple blieb ein halbes Jahr lang als Privatdozent in Hamburg und vertrat anschließend im Jahre 1998 den Lehrstuhl für Festkörperchemie an der Uni Augsburg. Im selben Jahr erhielt Epple den renommierten Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Seit Oktober 99 besetzt Prof. Dr. Wilhelm Damberg den Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Katholisch-Theologischen Fakultät. Damberg (1954 in Münster geboren) studierte in Münster Katholische Theologie und Geschichte (1972-78). Ebenfalls in Münster erfolgten Promotion (1985) und Habilitation (1996). Im Anschluss nahm Damberg Lehraufträge in Mainz und an der RUB wahr, im WS 99/00 zudem eine Lehrstuhlvertretung in Essen. Prof. Damberg ist zurzeit der einzige katholische Kirchenhistoriker, der sich schwerpunktmäßig mit der Kirchengeschichte der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Hier befasst er sich momentan mit der Verflechtung von Gesellschafts- und Konfessionsgeschichte, mit der Geschichte religiöser Lebensformen, mit der Generationsgeschichte des Katholizismus und der Entfaltung des kritischen Bewegungskatholizismus der Siebziger Jahre.

Seit April leitet Prof. Dr. Stefanie Reese die Arbeitsgruppe für Numerische Mechanik und Simulationstechnik an der Fakultät für Bauingenieurwesen. Reese (1965 in Hameln geboren) studierte in Hannover Bauingenieurwesen (1984-90). Danach wechselte sie ans Institut für Mechanik der TU Darmstadt, wo sie 1994 promoviert wurde. Unterbrochen von Forschungsaufenthalten in Berkeley und Kapstadt blieb sie dort bis 1998. Dann ging sie zurück nach Hannover, wo sie sich im Januar 2000 habilitierte. Reeses Arbeitsgruppe erstellt wirkungsvolle mathematische Modelle für reale technische Systeme für die numerische Berechnung mit dem Digitalrechner. Reese möchte sich hauptsächlich mit der numerischen Modellierung von Polymer-Kettenstrukturen sowie den Bereichen Fluid-Stuktur-Interaktion und Schwingungsuntersuchungen von Elastomerlagern beschäftigen.

Seit April verstärkt Prof. Dr. Johannes Bergemann das Institut für Archäologie der Fakultät für Geschichtswissenschaft. Bergemann (1960 in Bremen geboren) studierte in Göttingen, Bonn, München und Rom Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Christliche Archäologie (1979-84). In München wurde er mit einer Dissertation über "Römische Reiterstatuen" promoviert (1987), in Göttingen habilitierte er sich (1994). Zwischendurch war Bergemann u. a. als Stipendiat der DFG in Princeton (1991/92). Bevor er an die RUB kam, war er knapp drei Jahre lang (1998-2000) an der Uni Leipzig als Hochschuldozent tätig. Als Schwerpunkte seiner Forschungstätigkeit nennt Prof. Bergemann: griechisch-römische Skulptur im funktionalen und gesellschaftlichen Kontext; Archäologie und Geschichte der Insel Sizilien von der griechischen Kolonisation bis zur römischen Kaiserzeit; Rom und seine Provinzen in der Kaiserzeit; elektronische Datenbanken und Anwendung von Multimedia in der Archäologie.


Ruf erhalten
Prof. Dr. Onur Güntürkün (Fakultät für Psychologie) hat einen Ruf an die Uni Mainz erhalten.

Ehre
Prof. Dr. Hans J. Trampisch (Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) wurde von der Bundesministerin für Gesundheit als Sachverständiger in die Kommission des Instituts für Arzneimittelverordnung in der gesetzlichen Krankenversicherung berufen. Das Institut erstellt eine Vorschlagsliste für die so genannte Postitivliste.

Prof. Dr. Joachim Friedrich Sprockhoff (Fakultät für Philologie) wurde erneut als ordentliches Mitglied in den Beirat der Deutsch-Indischen Gesellschaft berufen.

Prof. em. Dr. Werner H. Engelhardt (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft) nimmt im Herbst an der Evaluation auslandsorientierter Studiengänge an ausgewählten deutschen Hochschulen teil.

   
   
   
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01.06.2000