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Eigentlich war das Festival dazu gedacht, Bochumer Studierenden die Möglichkeit
zu geben, ihre Videoarbeit einem breiten Publikum vorzustellen. Es dauerte
jedoch nicht lange, da hatte sich das Konzept selbst übertroffen - heute,
zehn Jahre nach der ersten Veranstaltung, hat es sich zu einem Forum internationaler
Videokunst ausgewachsen. In diesem Jahr erwartet die Zuschauer vom 24.
bis 27. Mai 2000 im Musischen Zentrum der RUB neben 50 Wettbewerbsbeiträgen,
die mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet werden, ein umfangreiches
Rahmenprogramm, zu dem u. a. Videoinstallationen, CD-ROM-Kunstprojekte
und ein Videofrühstück gehören.
Die Beiträge des Festivals stammen größtenteils von Studierenden internationaler
Filmhochschulen und von freischaffenden Videomacher/Innen. Um teilnehmen
zu können, dürfen die Produktionen eine Länge von 35 Minuten nicht überschreiten
und müssen auf Video gedreht oder bearbeitet sein - an dieser Einschränkung
halten die Veranstalter/innen bewusst fest, da das Medium immer mehr Öffentlichkeit
gewinnt. Bezeichnend ist etwa der Erfolg von neueren Kinoproduktionen
wie die der Gruppe Dogma-95. Neben Bochum und der "Transmediale Berlin"
haben sich dennoch nur wenige Festivals dem Video verpflichtet.
Die drei besten Beiträge des Festivals werden von einer fachkundigen Jury
ausgezeichnet, zusätzlich gibt es einen von der Stadt Bochum gesponserten
Publikumspreis und einen Preis der Veranstalter/innen, die jeweils mit
500 DM dotiert sind. Neben Wettbewerb und Rahmenprogramm umfasst das Angebot
auch Workshops und Diskussionen für die Videokünstler/innen und das Publikum.
Anlässlich des Jubiläums wird an ausgewählten Videos die Entwicklung des
Mediums in den letzten zehn Jahren zu bestaunen sein. Zukunftsorientiert
ist das Videofrühstück, bei dem das Liverpooler Festival "North by North-West"
mit einer zweistündigen Filmauswahl vorgestellt werden soll, und das eine
langfristige Kooperation anvisiert. md
Infos: Tel. 0234/32-26902; http://www.ruhr-uni-bochum.de/videofestival
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