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Studiobühne (Leitung: Karin Freymeyer) und Bereich Musik (Leitung: Dr.
Hans Jaskulsky) des Musischen Zentrums arbeiten Hand in Hand an einem
interessanten Projekt. Zusammen mit dem Institut für Musikwissenschaft
und dem Institut für Theaterwissenschaft bringen sie "Die Geschichte vom
Soldaten" von Igor Strawinsky und C. F. Ramuz auf die Bühne des MZ. Deshalb
wird in diesem Stück nicht nur gelesen und gespielt, sondern auch getanzt
und musiziert.
Erzählt wird die Geschichte eines Soldaten, der während seines Fronturlaubs
nach Hause wandert. Bei einer Rast schwatzt ihm der Teufel in Gestalt
eines alten Mannes seine Geige ab. Als Gegenleistung erhält der Soldat
ein Zauberbuch, mit dem er noch viel Geld verdienen wird. Erst viel später
merkt der Soldat, dass er mit der Weggabe seiner Geige, dem Instrument
seiner Seele, auch viel Lebensfreude verloren hat. Er überlistet den Teufel:
Durch ein Kartenspiel, in dem er den Teufel besiegt, erhält er seine Geige
zurück. Mit dem Spiel auf seiner Geige kann der Soldat eine Prinzessin
von schwerer Krankheit heilen, die zum Dank dafür seine Frau wird. Der
Teufel jedoch, der nicht zu den Verlierern gehören kann, spricht erneut
einen Bann über den Soldaten aus ...
Igor Strawinsky äußerte sich über das Stück, das in Anlehnung an russische
Märchen entstanden ist: "Naturgemäß haben diese Märchen einen spezifisch
russischen Charakter, aber zugleich sind die Situationen, die sie schildern,
die Gefühle, die sie ausdrücken, und die Moral, die sie beschließt, so
allgemein menschlich, dass sie jeder Nation verständlich sein müssen."
Das
Stück sollte aus Kostengründen eine kleine Besetzung haben. Strawinsky
und Ramuz schrieben es für sieben Musiker, drei Schauspieler und eine
Tänzerin. ad
Die Geschichte vom Soldaten, Premiere: 12. Mai; weitere Vorstellungen:
13. u. 14. Mai (jeweils 20 Uhr), Theatersaal des Musischen Zentrums
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