| Gesundheit! | |
| Arbeitsmedizin an der RUB | |
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| Seit Mitte 99 gibt es auf dem Campus keine Arztpraxis
mehr, Dr. May und Dr. Besser haben ihren Hut genommen. Die Mitarbeiter/innen
der RUB sind trotzdem in Sachen Gesundheit gut versorgt. Seit Januar gibt
es ein neues Team, das sich um sie kümmert: Adelheid Kraft-Malycha und Dr.
Dirk Hannemann, vom Arbeitsmedizinischen Vorsorgezentrum Herne (AMVZ) haben
stets ein offenes Ohr. Einer von ihnen ist immer in der RUB erreichbar -
im Augenblick noch im Verwaltungsgebäude, ab Mai in den renovierten ehemaligen
Praxisräumen in NB. Die beiden haben sich viel vorgenommen: "Wenn wir uns in dem riesigen Unternehmen Uni erst mal orientiert haben," erklärt Adelheid Kraft-Malycha, "steht ein regelmäßiger Begehungsplan für alle Arbeitsplätze an." Es gibt eine Menge Vorschriften zu beachten, z. B. wie ist es um den Lärmschutz bestellt? Wissen die Mitarbeiter um die Arbeitsschutzmaßnahmen und werden sie eingehalten? Sind die Arbeitsplätze - z. B. am Computer - ergonomisch eingerichtet? Damit Probleme mit Verordnungen und Gesetzen gar nicht erst aufkommen, beraten die beiden Mediziner auch gleich bei der Einrichtung neuer Arbeitsplätze, und bei neuen Forschungsprojekten. Außerdem haben sie sich vorgenommen, auch vor dem Auftreten von gesundheitlichen Problemen schon gute Ratschläge zu geben: "Wenn ich bei der Besichtigung eines Arbeitsplatzes sehe, dass der Mitarbeiter über Eck arbeitet oder sich ständig verbiegen muss, um seine Ordner zu erreichen oder die Tippvorlage zu sehen, dann rege ich schon mal an, den Platz umzuräumen. Eventuell ist eine ergonomische Umgestaltung sinnvoll: Familienfotos nach links statt nach rechts, Papiere eine Schublade höher - kleine Ursachen können oft große Wirkung haben." Natürlich braucht sich niemand zu fürchten, von der Beratung überfallen zu werden, eine vorherige Anmeldung und Absprache mit allen Beteiligten versteht sich von selbst. Auch wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und bereits ein gesundheitliches Problem aufgetreten ist, das mit dem Arbeitsplatz zusammenhängt, ist die arbeitsmedizinische Betreuung die richtige Adresse. Bekommt ein UB-Mitarbeiter wegen der schlechten Belüftung keine Luft, bemühen sich die Betriebsärzte um schnelle Abhilfe. Nicht nur körperliche Beschwerden versuchen sie so zu lindern, auch bei psychischen Problemen am Arbeitsplatz können sie helfen. Nicht immer ein einfacher Job: Die Ärzte sitzen stets zwischen allen Stühlen, denn sie sind Ansprechpartner sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Hinzu kommt, dass sie bei allen Verbesserungsvorschlägen auch wirtschaftlich denken müssen, denn die beste Idee nützt nichts, wenn sie nicht finanzierbar ist. Aber Frau Kraft-Malycha ist zuversichtlich: "Wir haben sogar schon Straßenbahnen umgebaut, da erschreckt mich so schnell nichts" lacht sie. Zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Programmen der Gesundheitsvorsorge möchte sie möglichst auch freiwillige Veranstaltungen zur Information und Prophylaxe anbieten: Drogen, Alkohol, Tabletten und Nikotin sind z. B. immer ein wichtiges Thema, auch eine Rückenschule hält sie für angebracht. Die Wünsche der Ärzte für ihre Tätigkeit an der RUB sind vor allem, akzeptiert zu werden und Offenheit von den Mitarbeitern zu erfahren: "Wir haben für alle Fragen ein offenes Ohr." Bei der Beratung bleibt es aber auch: Behandeln, überweisen und krankschreiben werden sie nicht, und in Notfällen ist nicht ihre Nummer, sondern weiterhin die 23333 die erste Wahl. Wer Grippe oder Hexenschuss hat und Medikamente braucht, der muss zu seinem Hausarzt gehen. md |
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Das Team |
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Stichwort Arbeitsmedizin |
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| 01.04.2000 |