Ohrenerkennung
   
  Sensor statt PIN
 
  Kaum waren die PIN-Codes für die Privatgespräche mit der neuen Telefonanlage unters Univolk gebracht, hagelte es auch schon Kritik von allen Seiten. "Umständlich", "viel zu lange Nummern" lauteten einige der Kritikpunkte. Überraschend rasch hat die Verwaltung darauf reagiert und will ab April für eine Alternative sorgen. Hilfreich erweist sich die neueste Entwicklung der Bochumer Neuroinformatik: biometrische Wärmesensoren, die in der Lage sind, Ohrmuscheln zu erkennen und bestimmten Personen eindeutig zuzuordnen. Rund 2.000 - von der Firma Siemens gesponserte - Hörer wurden unlängst im Zentrum für Neuroinformatik mit den Sensoren aufgerüstet.
So funktioniert es: Wer künftig vom PIN auf die "Ohrenerkennung" umsteigen mag, füllt ab 1. bzw. 3. April das entsprechende WWW-Anmeldeformular auf http://www.ruhr-uni-bochum.de/telefon-check aus. Anschließend erhält man einen neuen Hörer mit Wärmesensoren (zu erkennen an Zahl und Stellung der Löcher, siehe Foto). Die Personalisierung bzw. Eichung des Hörers auf die jeweiligen Ohren erfolgt kurz darauf im eigenen Büro. Dabei muss man auch festlegen, welches Ohr man zukünftig für Dienst- und welches für Privatgespräche einsetzt, z. B.: Telefoniert man privat, wandert der Hörer immer ans linke Ohr, telefoniert man dienstlich, wandert er ans rechte.
Übrigens: Nutzen mehrere Teilnehmer/innen denselben Apparat, werden einfach zu bedienende Wechselhörer zugeteilt. ad
PS: Bei der Installation der neuen Anlage im Oktober 99 hat Siemens versehentlich knapp 500 der aufgerüsteten Telefonhörer an der RUB verteilt. Hier müssen die Sensoren nur noch aktiviert werden. Wer so einen Apparat hat, möge sich bitte an die Hotline wenden (die - bei Redaktionsschluss noch nicht bekannte Nummer - findet man im o. g. WWW-Anmeldeformular). Wie abgebildet, weisen die Spezialhörer an der Hörmuschel 20 Löcher auf.
   
   
   
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01.04.2000