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Knusper knusper knäuschen - wer liest vor vollem Häuschen? Vier Studentinnen
aus dem Kurs "Neues Lesen aus der Dramatik", der sich im WS 99/00 am Musischen
Zentrum zusammengefunden hat, lesen zusammen mit der Leiterin der Studiobühne
des MZ, Karin Freymeyer, alles rund um und über Hexen.
Im Zuge des Bochumer Projektes "HexenKunst" bringen Birgit Gonscharowski,
Sabine Timte, Sarah Heppekausen und Judith Knappernatus Texte verschiedenster
Herkunft zu Gehör: Aus Märchen wie "Die kleine Hexe", Bestsellern wie
"Die Nebel von Avalon" bis hin zu Dramen wie Macbeth oder Faust haben
sie Hexentexte gesammelt, die sie zum Teil mit verteilten Rollen dem Publikum
vortragen wollen.
Neben solchen literarischen Funden erwartet die Zuschauer auch Dokumentarisches,
z. B. Fragen aus dem Katalog der Inquisition im "Hexenhammer".
Die Initiative für das Projekt, das übers ganze Jahr verteilt in Bochum
stattfindet, ging von der Gleichstellungsstelle der Stadt aus: "Frau Czajka
hat mich angerufen und gefragt, ob wir nicht eine Idee hätten, mit der
wir uns beteiligen könnten." erzählt Karin Freymeyer.
Da Lesungen im Programm noch knapp vertreten waren, war sofort klar, dass
der Kurs mitmachen würde. Das heißt: Eigentlich macht nur ein Teil des
Kurses mit, denn die Männer wurden nicht gefragt - schließlich sind Hexen
vor allem ein Frauenthema.
An Texten mangelte es den Vorlesern nicht, denn Hexenfans waren die Teilnehmer
des Kurses und besonders Karin Freymeyer schon vorher: Ihr Interesse erwachte,
als sie 1979 eine Ausstellung besuchte, die durch ganz Deutschland tourte.
Außer der Lesegruppe nehmen am Projekt das Museum Bochum, die Stadtbücherei,
der Bahnhof Langendreer und verschiedene Fraueninitiativen teil.
Die Aufführungen finden an unterschiedlichen Orten statt: Die Hexen lesen
am 10.4. um 20 Uhr im Clubraum der VHS und am 18.4. um 20 Uhr im MZ, der
Eintritt ist frei. Wer hingeht, darf sich überraschen lassen: Die Art
der Aufführung wird an die jeweiligen Räumlichkeiten angepasst. md
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