Großzügiges Geschenk
   
  Porträt der jungen RUB
 
  Als alte Universität würde die Ruhr-Uni wohl niemand bezeichnen, deren Architektur auch heutzutage noch futuristisch anmutet. Dass die Zeit aber doch nicht spurlos an ihr vorübergegangen ist, beweisen die Bilder von Fried Theissen: Die alte Dame RUB hat sich in den letzten 20 Jahren ganz schön verändert.
Fried Theissen fühlt sich seit seiner Zeit als Mitarbeiter der RUB besonders verbunden: Von 1970-1983 arbeitete der Maler, der an der Essener Folkwanghochschule Schrift, Gebrauchsgraphik, Typographie, Pflanzen- und Aktzeichnen studierte, als wissenschaftlicher Zeichner und Grafiker am Lehrstuhl für Spezielle Zoologie und hat seinen Arbeitsplatz dabei so sehr in sein Herz geschlossen, dass er ihn häufig in Öl verewigt hat.
Der Naturliebhaber mochte die Bochumer Uni von Anfang an, obwohl er sich schon etwas mehr Farbe im Einheitsgrau gewünscht hätte - von "Betonuni" wollte er nichts wissen. Oft kam er auch an den Wochenenden her und genoss die Ruhe im Botanischen Garten oder im Wald auf dem Kalwes. "Welche Uni hat schon so eine schöne Umgebung?", verteidigt Theissen die RUB vor ihren Verächtern. Seine Bilder zeigen die imposanten Gebäude als Hintergrund des botanischen Gartens oder im Gegensatz zu den alten Fachwerkhäusern südlich des Unigeländes.
Das Letzte seiner Bilder, das sich noch in seinem Besitz befand, hat er nun der Uni geschenkt. Es zeigt sie von ihrer Schokoladenseite: Eingehüllt in eine friedliche Gegenlichtstimmung liegt sie eingebettet in eine grüne Landschaft. Das Bild besitzt zudem historischen Wert, denn es sind darauf sehr gut das halb fertige Verwaltungsgebäude und das im Bau befindliche Audimax zu sehen. Auch die Straßenbahn, die Großmutter der modernen U35, rollt durchs Bild. Das geschenkte Gemälde hängt nun im Besprechungszimmer UV 1/181 im Verwaltungsgebäude. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Fried Theissen selbst leider nicht an der Übergabe teilnehmen. md
   
   
   
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01.04.2000