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Im Rahmen des Studiums international und praxisbezogen zu arbeiten -
das ist meist nur ein frommer Wunsch. Für zwölf Studierende des RUB-Lehrstuhls
Umwelttechnik + Ökologie im Bauwesen (Prof. Harro Stolpe) und der Faculteit
Bouwkunde (TU Eindhoven, Prof. Peter Schmid) ist es ein realer Bestandteil
ihres Studiums geworden: Erstmalig findet seit Oktober 1999 ein Projektstudium
in deutsch-niederländischer Kooperation statt.
Im Raum Venlo/Nettetal haben die Studierenden im dritten bzw. vierten
Studienjahr die Möglichkeit, in den Bereichen Umweltplanung und Umwelttechnik
vier berufsnahe Studienprojekte zu bearbeiten. Dabei
werden ein Naturfreilichtmuseum geplant sowie Nutzungsmöglichkeiten für
ein ehemaliges Militärgebiet, eine Deponie und ein brachliegendes Grundstück
erarbeitet.
Die ausgewählte Region eignet sich dafür besonders, da viele Nutzungskonflikte
grenzübergreifend abgestimmt und geregelt werden müssen. Die tatsächliche
Umsetzung der studentischen Pläne ist bis jetzt zwar noch nicht vorgesehen,
aber auch nicht ausgeschlossen. Neben den beiden Fakultäten ist auch das
Projektbüro Umwelttechnik (Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB) beteiligt.
Hier bearbeiten die beteiligten deutschen Studierenden hier ihre Studienprojekte.
Die Kommunikation innerhalb der deutsch-niederländischen Gruppen von je
zwei bis vier Studierenden läuft während des Projekts hauptsächlich übers
Internet. Zusätzlich finden pro Monat ein- bis zweitägige Treffen in der
Projektregion statt, bei dem die Gesamtgruppe den Projektverlauf darlegen
und diskutieren. Im Februar schließlich ist eine Abschlussveranstaltung
geplant, auf der die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse präsentieren.
Sie werden schriftlich eingereicht und als Studienleistungen anerkannt.
Mit dem Pilotprojekt soll die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen
Hochschulen in der Lehre intensiviert werden. Langfristig soll das grenzübergreifende
Projektstudium an beiden beteiligten Fakultäten fester Bestandteil der
Lehre werden. Dann sollen ebenfalls Studierende anderer Fachrichtungen
(z.B. Ökologie, Wasserwirtschaft, Architektur, Verfahrenstechnik, Raumplanung,
Geowissenschaften) an den Projekten teilnehmen. Für die Zukunft wird zudem
ein europäisch orientierter Ingenieurstudiengang angestrebt. Nikola
König
Infos: Dipl.-Ing. Evelyn Bohle, Tel. -23319, Email: evelyn.bohle@ruhr-uni-bochum.de
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