Verdrehte heitere Welt
   
  Tanzwerkstatt der Sportfakultät
 
  Noch steht der Flügel in der Mitte der Bühne - schnell wegfahren, die Bühne muss für Schwebebalken und Matten frei geräumt werden. In enormer Geschwindigkeit arbeiten die Helfer und schon ist es geschafft: der Aufbau für den nächsten Auftritt: Sportgymnastik.
So viele Um- und Aufbauarbeiten hat es bei der Werkschau noch nie gegeben. Der Grund: Zum ersten Mal nach zehn Jahren hat die Sportfakultät der RUB das Programm der traditionellen Werkschau erweitert. Ende Dezember wurden im Musischen Zentrum nicht nur selbst entworfene Prüfungschoreographien und -kompositionen aus den Bereichen Gymnastik und Tanz aufgeführt.
Zusätzlich waren Gruppen des Spezialfaches Turn aktiv, zeigten rasante Gerätekombinationen und präsentierten Straßenturnen. Komplettiert wurde das Programm durch Studenten des Faches Bewegungskünste. Deshalb sausten in präziser Abstimmung Bälle und Keulen durch die Lüfte. Eingebettet war die Darbietung von Stefan Köhn und Jens Renken in die Geschichte eines kleinen Jungen, der vom Jonglieren träumte.
Weniger verträumt, sondern aufbrausend ging es im "Western Saloon" des Gymnastikkurses zu. Hier war die Welt verdreht, denn die schöne Frau, um die alle Männer kämpften, war ein Student in Damenkleidern. Mit viel Ironie stellten die fünf Tänzer ihr Stück vor, mit dem sie die rund 250 Zuschauer immer wieder zum Lachen brachten.
Daneben avancierte die Gastgruppe ODC zu einem Höhepunkt des Abends. Mit ihrem Hip Hop begeisterten sie das Publikum und ernteten jede Menge Beifall. Kein Wunder, denn gerade erst hat die Gruppe um den RUB-Sportstudenten Omega Awlime den 3. Platz bei den Deutschem Meisterschaften im Hip Hop belegt.
Begeistert von der diesjährigen Werkschau waren auch die Organisatorinnen Marianne Bäcker und Anette Nierhoff. "Improvisieren muss ein Tänzer zu Anfang immer", erklärte Marianne Becker schon zu Anfang der Veranstaltung, als ihre derzeitige Fachgruppe Tanz mit einer Improvisation mit symmetrischen und asymmetrischen Formen auftrat. Genauso erging es auch ihr und Anette Nierhoff. Kurz vor der Werkschau fiel plötzlich eine Tanzgruppe aus, es musste schnell Ersatz gefunden werden. Mit Claudia Stepanek und ihrer Bändergymnastik ist es jedoch gelungen, einen ganz hervorragenden Ersatz zu finden. Zufrieden waren am Ende alle: Organisatoren, Tänzer und Publikum. Alle Mühen, auch das lästige Herumtragen der Geräte, hatten sich wirklich gelohnt. Svenja Heidenreich
   
   
   
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01.02.2000