| Vorlesungsverzeichnis geht online | |
| Umstellung in Dezernat 8 | |
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| Es ist eines der meist benutzten Bücher der RUB. Abgegriffen
und speckig liegt es im Semesterrhythmus in 12.000-er Auflage auf den Tischen
der Univerwaltung, Dekanate und Fakultäten, beim AStA oder in den Regalen
der Studierenden. Jetzt brechen neue Zeiten für das umfangreiche "Who-is-Who"
der RUB an: Die Vorlesungsverzeichnisse gibt es ab Sommersemester 2000 auch
online. Dazu liefen die Arbeiten im Dezernat 8 (Informations- und Kommunikationsdienste
und Studierendenservice) lange Zeit auf Hochtouren. Denn schon bis Ende
Januar 2000 sollten alle notwendigen Daten eingegeben, aktualisiert und
umgeschrieben werden. Das ist bald Vergangenheit: Ein prall gefüllter Ordner, darin abgeheftet die fotokopierten Seiten aus dem vorhergehenden Verzeichnis, darüber mit verschiedenen Schrifttypen die Neuerungen über Veranstaltungen, zentrale Einrichtungen, SFB oder Personalia getippt oder bunt und handschriftlich überschrieben - ähnlich eines Rohmanuskripts für die wissenschaftliche Abschlussarbeit von vor zehn Jahren. Solcher Zettelberg wanderte zwischen Dezernat 8 und den Fakultäten und anderen Unieinrichtungen hin und her, bis er zum Druck beim Paderborner Verleger auf dem Tisch lag. Das war für ihn und auch die Uni oft ärgerlich - schließlich war aufgrund der langen Bearbeitungszeit der Inhalt nicht mehr topaktuell und auch nicht mehr der nötige Gewinn zu erzielen. Der Online-Gang der Semesterrevue mit der neuen Unisoftware verspricht für alle Beteiligten enorme Vorteile: Jeder Lehrstuhl erhält einen eigenen Zugang und kann seine aktuellsten Veranstaltungen mit der zugehörigen Raumnummer eingeben. Der Datentausch läuft zügig, schont Papierressourcen und ermöglicht den verschiedensten Abteilungen sogar, das fakultätseigene kommentierte Vorlesungsverzeichnis zu verfassen. Anschließend können die Studierenden - neben den für sie an der Uni eingerichteten Rechnern - von zu Hause aus die neuesten Infos abrufen. Noch aber heißt es nicht endgültig adé von der Büroschwarte: Derzeit laufen beide Fäden beim Verwaltungsangestellten Richard Möhlendick zusammen, der die manuelle Printversion und die neue, digitalisierte koordiniert. Parallel dazu schulte die Diplomphysikerin Rahime Apaydin von August bis November 1999 die Sachbearbeiter/innen der Fakultäten mit dem neuen Datenprogramm "i3V". "Etwas gewöhnungsbedürftig", meinte Skadi Heinzelmann vom Dekanat Biologie dazu, aber "ich besitze großes Vertrauen ins neue Programm", ergänzt Kollegin Angela Kunz von der Elektrotechnik. Trotz des Zusatzangebots bleibt es weiterhin beim Griff zum Bürowälzer, wenn Infos zum Personal wie Telefonnummer oder Hausanschrift benötigt werden. Denn diese via Netz zu veröffentlichen lässt der Datenschutz nicht zu. Mit einem weiteren Bonbon hält Regierungsamtsrat Hans-Joachim Cipa (Dezernat 8) jedoch nicht hinterm Berg: "Zukünftig können wir auch die zentralen Hörsäle buchen und sofort feststellen, ob ein Raum belegt ist." Also bald keine Vision mehr im neuen Millennium: Die Univerwaltung ist digitaler Steuerungsturm des Campus. Die zentralen Hörsäle werden wie Flughäfen angelegt, wo Terminals Vorlesungsbeginn und Ende optisch anzeigen. Im Jahr 2000 ist das Raumschiff Ruhr-Uni bestens gelandet. tas |
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| 01.02.2000 |