Anhebung war unvermeidbar
   
  Sozialbeitrag des AkaFö steigt um DM 9
 
  Der Beitrag, den alle Studierenden mit der Einschreibung/Rückmeldung zahlen müssen, steigt zum Sommersemester von 193 auf DM 206 an. Die Erhöhung setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Beitrag für das Semesterticket, dem Sozialbeitrag zur (Teil-)Finanzierung des Studentenwerks und dem Beitrag für den AStA. Während einerseits das Semesterticket regelmäßig teurer wird (DM 120 im Sommersemester), und andererseits der AStA seit vielen Jahren seinen Beitrag bei DM 17 konstant gehalten hat, werden die Sozialbeiträge für das Studentenwerk (AkaFö) nun seit 1994/95 zum ersten Mal wieder erhöht.
Nachdem die Studierenden im Verwaltungsrat 1999 vergeblich versucht hatten, einen Sparhaushalt zu erzwingen und so eine Anhebung des Sozialbeitrages um DM 10 zu vermeiden, war nun eine Anhebung für das Wirtschaftsjahr 2000 unvermeidlich. Auch wenn es schwer zu vermitteln ist: Die Anhebung von DM 9 ist noch ein Erfolg der Studierenden, denn der Geschäftsführer hatte eine Anhebung um DM 15 gefordert und bereits in den Wirtschaftsplan 2000 eingearbeitet. Er begründete mit der "Sicherung der Funktionalität der Anstalt". Sich einer Erhöhung generell zu verschließen, hätte den Beschluss eines Wirtschaftsplanes unmöglich gemacht. Wahrscheinlich hätte dann das MSWWF den Wirtschaftsplan mit einer Erhöhung um DM 15 in Kraft gesetzt. Um dies zu vermeiden, aber auch den Druck zur Kostendisziplin zu halten, haben wir eine Anhebung um DM 9 (= DM 720.000) beschlossen und eine Lücke von ca. DM 500.000 im Wirtschaftsplan offen gelassen. Den Geschäftsführer haben wir beauftragt, zur Schließung dieser Lücke Sparmaßnahmen vorzuschlagen.
Neben der Höhe gibt es noch zwei weitere Änderungen in der Beitragsordnung des AkaFö: So wurde erstens die Splittung des Sozialbeitrages in diverse Sonderzwecke (allgemein, Kulturförderung, Kita, Sozial- und Behindertenberatung) wieder aufgehoben. Da ohnehin je nach Haushaltslage Gelder in diese Bereiche gegeben bzw. über Umlagen herausgezogen wurden, war eine wirkliche Abgrenzung von den anderen Geldern des AkaFö nicht ersichtlich. Zweitens können sich zukünftig all diejenigen, die z. B. ein Auslandssemester anmelden, vom Sozialbeitrag des AkaFö befreien lassen. Wenn auch der Anstieg des Sozialbeitrags zum höchsten in NRW leider unvermeidbar war, so hoffen wir doch 1. Schlimmeres vermieden, 2. Mehr Transparenz geschaffen und 3. Eine "Gerechtigkeitslücke" geschlossen zu haben. Peter Reinartz, Mitglied in Verwaltungsrat und -ausschuss
   
   
   
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01.02.2000