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Der Bereich Studiobühne des Musischen Zentrums startet zum
Semesterausklang eine neue Reihe. Unter dem Titel
"Neue Dramatik" sollen fortan regelmäßig Stücke vorgelesen werden.
Wie spannend das sein kann, soll bereits mit dem ersten Stück gezeigt werden:
"Rinderwahnsinn" von John von Düffel (Termin: Donnerstag, 3. Februar 2000,
20.00 Uhr, Studiobühne im MZ). "Rinderwahnsinn" ist ein Familienstück, eine
Politikgroteske, eine Klischeeverwustung, eine Freakshow, ein Zeitstück,
eine Abrechnung und eine Literaturoperette. Die handelnden Personen dieses
Familiendramas sind Muttermeinhof, der Vater Karl Marx, ihre Kinder Faustersterteil,
Hänsel und Gretel sowie als Überraschungsgast der Vetterausdingsda. Die
programmatischen Namen lassen durchaus Rückschlüsse zu auf die hier aufeinander
treffende Gesinnungen und den daraus resultierenden Generationskonflikt.
"Bereits beim ersten Lesen dieses Stückes haben wir sehr viel Spaß gehabt,
den wir natürlich auch in die Aufführung übertragen wollen", erklärt Karin
Freymeyer, die Leiterin der Studiobühne. Sie kündigt auch gleich das nächste
Projekt des Kurses an: Studentinnen haben eine Lesung zusammen gestellt,
die im Rahmen der "Hexenkunst" (eine Veranstaltungsreihe der Stadt Bochum)
im April in der Stadtbücherei und im Musischen Zentrum gelesen wird. ad
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