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46 Monate lang währte der Mietstreit zwischen den Bewohnern
des Studentendorfes Laerheide und dem AkaFö, und über 300 Seiten umfasst
seine Akte. Nun ist er mit einem Vergleich zu Ende
gegangen. Als Musterkläger für 40 andere Mieter hatte der ehemalige
Dorfsprecher Peter Reinartz das AkaFö wegen zwei seiner Ansicht nach unberechtigter
Mieterhöhungen von 1996 und 97 verklagt. Knapp 8.000 DM forderte der RUB-Student
für die Mieter zurück, was das AkaFö natürlich nicht einsah. Nachdem die
Klage vor dem Amtsgericht gescheitert war, wurde der Prozess vor dem Landgericht
ausgetragen. Der salomonische Vorschlag des Richters verschafft keiner der
beiden Parteien wirkliche Genugtuung: Das AkaFö muss etwa die Hälfte des
geforderten Betrags, 4.000 DM, an die Mieter des Dorfs zurückzahlen. Außerdem
kommt es wohl nicht darum herum, alle Mieten neu zu kalkulieren, weil in
der bisherigen Berechnung die Transparenz fehlt; wie die z. T. sehr unterschiedlichen
Mietpreise von Zimmern einer WG zustande kommen, kann z. B. kein Mieter
nachvollziehen. Aber auch die Kläger mussten Ohrfeigen einstecken: Sie hatten
sich zahlreiche Formfehler erlaubt. Meike Drießen |