Die 50.!?
   
  Editorial
 
  Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht werden Sie, wenn Sie dies lesen, sich verwundert die Augen reiben - der eine wird sich denken: "Erst die 50.?", die andere wird sagen: "Schon die 50.!" Und wir? Uns geht es nicht anders: Die 50. Ausgabe von RUBENS, nein, kein großer Bahnhof, aber immerhin ein Datum, ja, durchaus auch um die Luft anzuhalten, einen Augenblick inne zu halten.
"Es geht uns um besser informierte Mitglieder in unserer Universität. Information eröffnet den Blick für das Ganze und fördert letztlich die Verbundenheit und Verantwortung über den eigenen Arbeits- bzw. Studienplatz hinaus", hieß es in der ersten Ausgabe im Oktober 94. Mit Information zur Identifikation war, ist und bleibt das Ziel von RUBENS: Wir wollten und wir wollen "regelmäßig über Ereignisse, Vorgänge, Begebenheiten und Begegnungen in unserer Uni berichten, Gespräche in Gang setzen, Themen auch kontrovers anpacken, Gutes ebenso wie Mißliches aufzeigen, Entwicklungen diskutieren und auch das Menschlich-Allzumenschliche nicht kurz kommen lassen."
So haben wir in dieser Zeit die Diskussion über Qualität der Lehre ebenso verfolgt wie die um den Qualitätspakt in NRW, wir haben Forschungsleistungen unserer Wissenschaftler gewürdigt, in Serien auf Kleinode in der RUB aufmerksam gemacht, haben Veränderungen in der Verwaltung aufgezeigt, mit Reportagen auch ins Ausland geblickt und in Interviews deutsche und ausländische RUB-Mitglieder zu Wort kommen lassen; wir haben aber auch über manche Probleme dieser Uni kritisch berichtet - und immer wieder haben wir versucht, unserer größten Zielgruppe, den aktuell eingeschriebenen Studierenden, sowohl die größtmögliche Aufmerksamkeit für ihre Belange als auch ihnen den Raum für die eigene Sicht auf die RUB zu gewähren.
Mit Genugtuung erfüllt uns daher jene Aussage des Bildungsjournalisten Jochen Leffers im Fachblatt journalist: "Nur aus wenigen Blättern wie 'Rubens' (Bochum) oder den 'FU-Nachrichten' (Berlin) rieselt bei der Lektüre kein Staub. Sie richten sich auch an Studenten, die als Zielgruppe deutscher Universitäts-PR sonst eine untergeordnete Rolle spielen."
Wenn uns einiges in den vergangenen Jahren gelungen ist, so nicht ohne Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Dafür Danken wir Ihnen herzlichst: Sie regten Themen an, informierten uns über Ereignisse oder griffen gar selbst in die Tasten - immerhin stammen zwischen 30-35 % der Beiträge in der RUBENS von Nicht-Redaktionsmitgliedern. Und doch vermissen wir etwas: Dass Sie uns noch deutlicher kritisieren oder noch kontroverser auf unsere Beiträge reagieren. Wir brauchen Ihre Kritik - also Ihre Aufmerksamkeit -, um lähmende Routine zu vermeiden und den Blick für neue Entwicklungen zu bewahren. In diesem Sinne - auf in die nächsten 50! jk
   
   
   
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01.02.2000