Kartographische Kooperation
   
  Bochum und Utrecht
 
  Vom 21. bis 23.10.99 besuchte eine Gruppe von Utrechter Kartographiestudenten die Arbeitsgruppe Kartographie/Fernerkundung am Geographischen Institut der RUB. Der Kontakt zwischen den Studenten beider Länder besteht seit dem ersten Niederländisch-Deutschen Kartographie-Kongress in Maastricht im Mai 1999; dort wurde das Tagungsbüro von Studenten aus Utrecht und Bochum betreut.
Im Juli besuchte erstmals eine Bochumer Studentengruppe Utrecht. Nach der offiziellen Begrüßung wurden der Fachbereich Kartographie und die Kartensammlung der Bibliothek vorgestellt. Darüber hinaus standen ein Besuch des Unimuseums und ein "kartographischer" Rundgang durch Amsterdam auf dem Programm.
Ähnlich gestaltete sich das Programm in Bochum. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführenden Direktor des Geographischen Institutes, Prof. Eberhard Kroß, sprach Prof. Jürgen Dodt, Dekan der Fakultät für Geowissenschaften, über die Entwicklung des Nebenfachs Kartographie/Fernerkundung seit Gründung der RUB und stellte den aktuellen Studienverlaufsplan vor. Danach präsentierten sich die Fachbereiche Computerkartographie, Fernerkundung und konventionelle Kartographie. Dabei ging es nacheinander um die computergestützte Erstellung multimedialer Karten unter Verwendung der Software Macromedia Director, um die stereoskopische Betrachtung von Luftbildern aus dem Umfeld und um Projekte aus dem Bereich der konventionellen Kartographie, z. B. die Broschüre "Studieren in Bochum".
Auch der Freitagvormittag stand ganz im Zeichen der Kartographie. Im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg erhielten die niederländischen Studenten einen Einblick in das Leben und Wirken des Universalgelehrten Mercator, der mit seinen im 16. Jahrhundert erstellten Welt- und Europakarten und durch die Entwicklung der "Mercatorprojektion" Weltruhm erlangte. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Strukturwandel im Ruhrgebiet und die daraus resultierenden Probleme und Entwicklungschancen. Beim Besuch der Entwicklungsagentur Östliches Ruhrgebiet standen Maßnahmen zur Wiedernutzbarmachung von Zechenbrachflächen im Vordergrund, konkrete Projekte in Lünen und Werne wurden außerdem begutachtet. Abgerundet wurde das Programm am Samstag mit einer Besichtigung der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen und der Besteigung des Tetraeder in Bottrop, von dem aus sich bei schönem Wetter ein herrlicher Rundblick über das Ruhrgebiet bot.
Die Zusammenarbeit in Sachen Kartographie zwischen der RUB und der Uni Utrecht soll in Zukunft ausgebaut werden, die nächsten gegenseitigen Besuche sind ohnehin bereits geplant.
Holger Scharlach
   
   
   
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03.01.2000