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Vier junge Wissenschaftler/innen der RUB sind kürzlich mit den Preisen
der Wilhelm und Günter Esser Stiftung für das Jahr 1999/2000 ausgezeichnet
worden. Die Preise - Stipendien von DM 1.200/Monat für einen Zeitraum
von vier bis elf Monaten - sollen den Abschluss der Dissertation frei
von finanziellen Sorgen ermöglichen.
Während die Kunsthistorikerin Sabine Weicherding "nur" bis ins 18. Jahrhundert
zurückgeht, um die Auseinandersetzung von Künstlern mit den Vorboten der
Französischen Revolution an Bildern Katastrophen, Ruinen und Reportagen
zu beleuchten, greift die Geologin Anke Kampschulte direkt 600 Mio. Jahre
zurück: Sie will wissen, wie das Meerwasser zusammen gesetzt war, um Aussagen
insbesondere zum Schwefelkreislauf machen zu können. Auf die Zukunft zielt
die Arbeit der Biologin Edda Dümpelmann: Sie untersucht den Informationsaustausch
von Zellen, auch an Krebszellen, oder genauer: ob eine RNA-Struktur Einfluss
auf die eigene Transkription hat. Die mathematische Schönheit ist das
Ziel des Bauingenieurs Holger Karutz: Er will die Methode der finiten
Elemente hinter sich lassen und fahndet nach einer eleganten "netzfreien"
Methode, um Rissbildungen in Materialien vorausberechnen zu können. jk
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