Gewählt
   
  Ausländerbeirat
 
  In den 18-köpfigen Ausländerbeirat der Stadt Bochum wurde am 7. November der Ausländerberater vom AStA und Akafö, Davood Zamani, als einziger Kandidat gewählt, der nicht aus der Türkei stammt. Zamani kandidierte für die Internationale Student/innen- und Arbeiter/innenliste (ISA) der RUB. Mit ihm sprach Thea Struchtemeier.
 

Herr Zamani, wie führt man einen erfolgreichen Wahlkampf trotz Operation und vom Krankenhaus aus?
Meine Wahl drückt das starke Vertrauen meiner Wähler/innen aus. Wir führten einen Wahlkampf mit geringsten Mitteln, ohne Plakate, ohne Geld, am Ende sogar ohne mich. Ich möchte mich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken.
Wie werden Sie die Interessen der RUB-Studierenden und Arbeiter/innen vertreten?
In Mensa und Cafeten arbeiten viele ausländische Arbeitskräfte. Deren aufenthalts-, arbeits- und sozialrechtliche Schwierigkeiten ähneln oft denen der ausländischen Studierenden, für die die gleichen Behörden zuständig sind. Im Namen des Beirats kann ich mit dem Ausländer-, Arbeits- oder Sozialamt zusammen arbeiten und wir gemeinsam Lösungen entwickeln.
Was ist das Ziel Ihrer Arbeit?
Ich setze mich für alle Migrant/innen gleich ein. Angesichts dessen, dass ich das einzige Beiratsmitglied, das nicht aus der Türkei stammt, ist mein Anliegen international. Ich verstehe mich als Interessensvertreter aller anderen Ausländer in Bochum. Es leben in dieser Stadt immerhin 150 Nationen. Deren Anliegen öffentlich zu machen ist mir sehr wichtig, ebenso die des Ausländerbeirats. Schließlich soll sich in der Zukunft die Wahlbeteiligung verbessern, das Gremium internationaler und vielfältiger werden.

   
   
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30.11.1999