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Liebe Leute, so löblich der Aufmacher-Artikel der November-RUBENS
auch ist: eine "Dienstverpflichtung zur Habilitation" gibt es nicht - sonst
wäre jene anschließend ja garantiert und kein (selbst-) Zuchtmittel mehr;
die Mechanismen sind anders. Es muss auch - wenn überhaupt welche - mehr
Habilitanden als Stellen geben, sonst fiele der Wettbewerbsdruck weg, den
mancher braucht. Manchem auf Lebenszeit Bestallten wünsche ich ab und zu,
dass er/sie sich dessen mal wieder bewusst würde, wie viele Leute ohne solche
persönliche Auskommensgarantie leben. Mich stört an der Misere mehr, wie
sich an ihren Begleiterscheinungen zeigt, dass Fakultäten, Universität und
Ministerium trotz knapper Mittel die vorhandenen Ressourcen (Ideen, Leute,
Einrichtungen) für Lehre und Forschung nicht optimal nutzen (wollen/können?).
Machtspiele, Verwaltungsgewohnheiten und manchmal auch Bequemlichkeit und
persönliche Animositäten sind Einigen anscheinend wichtiger. Das demotiviert
die technischen Mitarbeiter, auf die alle angewiesen sind, ebenso wie die
wissenschaftlichen, und es spricht dem wissenschaftlichen (und damit Vorbild-)Anspruch
der Universitäten Hohn. Elmar Träbert |