| 555 Schüler/innen motiviert | |
| Uni-Kompass zieht Zwischenbilanz | |
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| Seit Anfang '99 koordiniert das Uni-Kompass Team an der RUB
Schnupperprogramme für Schüler/innen. Kürzlich zogen die Koordinatoren öffentlich
eine erste Bilanz. Etwa 40 Schüler/innen, Lehrer/innen, Fach- und Studienberater/innen
nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Erfahrungen auszutauschen und das Angebot
kritisch zu bewerten. Das Hauptanliegen des Uni-Kompass ist, Schüler/innen als den Studierenden von morgen bei einer fundierten Studienentscheidung behilflich zu sein. Immer noch gehen Abiturient/innen recht unbedarft ins Studium, das hat Konsequenzen: Die hohe Abbrecherquote in den ersten Semestern spricht für sich. Die Schulen werden zwar überschwemmt von einer Flut von Infomaterial, aber dieses Überangebot ruft eher eine Abwehrhaltung hervor. Hier setzt Kompass an. Das Team erarbeitet maßgeschneiderte Angebote für interessierte Schulklassen. Das Programm ist dementsprechend umfangreich: Es gibt Führungen (Campus, UB, Labore, etc.), Vorlesungen, Beratungen und Workshops zur individuellen Entscheidung. Inzwischen haben 555 Schüler/innen von 14 regionalen Schulen mit ihren Lehrer/innen am Programm teilgenommen. Sowohl sie als auch die Unimitarbeiter/innen zogen eine positive Bilanz: Lehrer/innen und Schüler/innen empfinden die Orientierungswochen als "Türöffner" in die Uni; der persönliche Kontakt mit Kundigen aus der Hochschule ist weit hilfreicher als vorgefertigte Broschüren. Auch die Vertreter/innen der Fachbereiche schätzen diese Chance zum Gespräch, da sie so ihre Bereiche besser präsentieren und auf Fragen eingehen können. Aus dem Kontakt ergibt sich mitunter eine bleibende Zusammenarbeit und fachlicher Austausch. Schüler/innen gehen oft motivierter wieder nach Hause: Viele nehmen sich vor, in den verbleibenden Schuljahren "richtig studierfähig" zu werden, etwa Referate zu üben und Mathematik und Englisch als wichtige Grundlagenfächer zu schätzen. Viele fühlen sich ermutigt durch die Erfahrung, dass sie sich nach Anleitung schon nach wenigen Tagen auf dem großen und unübersichtlichen Campus zurechtfinden können. Die einzige Enttäuschung war die schlechte Annahme des Angebots der naturwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Zum Infovormittag der Elektrotechnik z. B. kamen von 555 Schüler/innen nur 13. Gerade in diesen Fächern sind die Arbeitsmarktprognosen aber sehr gut. Meike Drießen |
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| 30.11.1999 |