Dring, Dring!
   
  6.400 neue Apparate für die RUB
 
  Das Gelingen des Vorhabens schien von der geschickten Lösung eines - fiktiven - Dreisatzes abzuhängen: "An der Ruhr-Uni Bochum müssen an einem einzigen Wochenende 6.400 Telefonapparate ausgewechselt werden, damit die Mitarbeiter/innen der Uni auf ISDN umsteigen können. Pro Arbeitsvorgang (Entfernen des alten Apparates, Anschließen des neuen, Funktionstest) veranschlagt die ausführende Firma Siemens 5 Minuten Arbeitszeit; darin enthalten sind ebenfalls die Wege zwischen den einzelnen Büros und das Umrüsten der Gebäudeverteiler. Die Firma beabsichtigt, am Freitagmittag mit den Arbeiten zu beginnen, bis zum Abend fleißig zu wechseln und an den nächsten beiden Morgen jeweils ab 10 Uhr weiter zu machen. An keinem der 3 Tage soll mehr als 5 Stunden gearbeitet werden. Wie viele Mitarbeiter/innen muss die Firma einsetzen, um diese Vorgaben zu erfüllen?"
Ja, ja, immer diese schweren Textaufgaben! Dabei ist es doch ganz einfach: 6.400 (Apparate) mal 5 (Minuten pro Apparat), das macht 32.000 Minuten, großzügig umgerechnet entspricht das 540 Stunden. 540 Stunden würde also ein Mitarbeiter entfernen, anschließen und testen müssen. Da die ganze Aktion aber nur 15 Stunden (3 mal 5) dauern darf, benötigt man folglich 36 Mitarbeiter/innen (540 geteilt durch 15) plus einen Koordinator - vorausgesetzt natürlich, dass diese Leute fleißig sind und sich nicht etwa ständig im Weg stehen.
Das war jedoch an der Ruhr-Uni von vornherein ausgeschlossen. Schließlich bildeten die 36 Leute Teams und arbeiteten an diesem Wochenende (1.-3.10.) gleichzeitig auf dem gesamten Campus, wühlten sich sozusagen parallel durch UV, GC, NA etc. Sie hatten überall Basen installiert, an denen die neuen Apparate lagerten bzw. zu denen die alten gekarrt wurden. Kurze Wege also, und überhaupt ein großer, schlauer Plan, der über allem schwebte. Ein Großunternehmen versteht halt was von Logistik.
Dennoch klappte nicht alles auf Anhieb. Das ist wohl auch verständlich bei der Menge an potentiellen Fehlerquellen. Man denke nur daran, dass insgesamt 70 km Kabel inklusive 20 km Lichtwellenleiter verlegt werden mussten. Da kann es schon mal passieren, dass 2 Kabel vertauscht werden - so geschehen bei jenen von IA und IB. Erschwerend kam hinzu, dass hier und da von Unimitarbeiter/innen kurzerhand Apparate um gestöpselt wurden - unerlaubt, versteht sich.
Diese und andere Probleme (insgesamt gab es 400 Fehlermeldungen) konnten jedoch recht rasch behoben werden. Immerhin verweilten 30 Techniker eine weitere Woche lang an der RUB; zudem wurde eine - stark frequentierte - Hotline eingerichtet. Das erfreuliche Resultat aller Bemühungen lautet: Die seit langem an der RUB installierte ISDN-Anlage kann nun auch genutzt werden.
So funktioniert es jetzt: Wer innerhalb der RUB telefoniert, wählt eine fünfstellige Nummer (2 + der alten Durchwahlnummer, RUBENS-Redaktion: 23999), wer von außerhalb anruft, wählt wie gehabt sieben Nummern (322 + der alten Durchwahlnummer, RUBENS: 0234/322-3999).
Wer von draußen die Telefonzentrale der RUB anrufen möchte, wählt 0234/322-01. Dort warten neuerdings nicht mehr allein freundliche Mitarbeiter/innen, sondern demnächst auch ein so genannter Voice Mail Server (eine Art Anrufbeantworter), ein System für "Voice on Demand" und ein Service Call Center.
Zum Schluss noch 2 Neuigkeiten, und zwar zuerst die gute: Die bisherige Einwahlnummer 0234-97865 für die Nutzung des Internets bleibt bestehen. Jetzt die schlechte: FH, AkaFö und Staatshochbauamt haben ganz neue Nummern bekommen; wer aber die alten kennt, dem wird bis zum Erscheinen des neuen Telefonbuches unter "www.ruhr-uni-bochum.de/cgi-bin/cgi-getnewnumber.pl" prompt weiter geholfen; weitere wichtige Infos zum neuen Telefonverkehr stehen unter "www.uv.ruhr-uni-bochum.de/telefonnummern_intern.htm". ad
  Wichtige interne Telefonnummern:
Interner Notruf: 23333;
Telefonzentrale: 91;
Personensuchfunk: 97;
TKD-Störungsstelle: 27117;
Dienstgespräche: 90 vor wählen;
Drittmittelgespräche: 98 vor wählen;
Privatgespräche: 99 vor wählen.
   
   
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31.10.1999