Stärker mit Papier
   
  Modellbrücken-Wettbewerb
 
 

Im wirklichen Leben sind Brücken aus Stahl, Beton und Gott weiß was für stabilen Materialien gefertigt. Klar, sie müssen sich selbst ertragen und tonnenweise Autos, Laster und Züge verkraften, die unablässig über sie hinweg gleiten; im schlimmsten Fall sollten sie ebenfalls Erdbeben überstehen. Dennoch zeichnet sich eine gute Brücke nicht nur durchs Material aus, sondern auch durch ihre Konstruktion. Hierbei ist neben Mathematik durchaus auch Kreativität gefragt. Beide Fähigkeiten bekommen (angehende) Ingenieurinnen und Ingenieure nicht unbedingt in die Wiege gelegt, sie müssen sich stattdessen entwickeln - und getestet werden, bestenfalls nicht am "lebenden Objekt", sondern an einem Modell. Hier ungefähr setzt der Modellbrücken-Wettbewerb an der Fakultät für Bauingenieurwesen der RUB an. Kreativität und Freude am Konstruieren sind gefragt, wenn es gilt, aus Papier und Schnüren (und sonst nichts) Brücken zu fertigen, die alles Mögliche an Belastung aushalten müssen. Da es sich um einen Wettbewerb handelt, gewinnt die Papierbrücke, die im Vergleich zu ihrem Gewicht die größte Traglast bewältigt. Prämiert werden allerdings alle Brücken. Es handelt sich um einen offenen Wettbewerb, an dem teilnehmen kann, wer mag; einzige Voraussetzung: Eine Modellbrücke ist bis zum 22. November (11 h) am Lehrstuhl für Statik und Dynamik (IA 6/28) abzugeben. Zwei Tage später (24.11., 15 h, IAN 02/01) startet der Wettbewerb, bei dem alle Brücken bis zum Bruch belastet werden. Da das reichlich spektakulär werden dürfte, werden hierzu die Öffentlichkeit und die Medien eingeladen. ad

Infos: Dipl.-Ing. Thomas Kasper, Tel. 0234/32-26137 oder www.sd.ruhr-uni-bochum.de

   
   
   
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31.10.1999