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Was ist "Jelly Planet"? Was rollt auf Russlands Straßen? Wie sieht der
Studienalltag in Shanghai aus? Was gefällt ausländischen Studierenden
in Deutschland und wie reflektieren deutsche Studierende ihren Aufenthalt
im Ausland? Dies sind nur einige der vielfältigen Themen, die seit kurzem
im neuen Online Journal Punkt de angeboten werden.
Die Idee, ein deutschsprachiges Online Journal von Studierenden für Studierende
mit germanistischem Schwerpunkt zu entwickeln, ist Teil eines von der
VW-Stiftung geförderten Projekts zur "Aus- und Fortbildung burjatischer
Deutschlehrer via Internet (GermNet)". Beteiligt sind die Unis Bochum
und Ulan Ude (GUS), Leiter ist Prof. Hans-Rüdiger Fluck (Germanistische
Linguistik).
Während des Projekts, das 1998 begonnen wurde, findet ein Austausch zwischen
Studierenden der Germanistik der beiden Unis statt. Dabei sollen die neuen
Medien helfen, die Distanz zwischen Ländern und Kulturen zumindest partiell
zu überbrücken. Im Rahmen eines Germanistischen Seminars der RUB mit dem
Thema "Elektronische Zeitschriften" (WS 98/99) fand sich eine studentische
Gruppe zusammen, die die Projektidee spontan umsetzte.
Aufbauend auf ersten Ergebnissen des Seminars und gemeinsam mit den russischen
Partnern, zu denen ein ständiger Kontakt via Email besteht, wurde Punkt
de konzipiert und realisiert. Bei der technischen Gestaltung wurde auf
Benutzerfreundlichkeit großen Wert gelegt. Zielgruppe von Punkt de sind
hauptsächlich Germanistik- und Deutschstudierende im In- und Ausland.
Publikationssprache ist Deutsch, doch werden auch Beiträge in anderen
Sprachen akzeptiert.
Dem Medium Internet entsprechend sowie wegen der weltweit unterschiedlichen
Semesterzeiten erscheinen keine festen Ausgaben, Punkt de wird regelmäßig
ergänzt und aktualisiert. Eine Besonderheit ist die partnerschaftliche
Doppelredaktion in Bochum und Ulan Ude. Die Beteiligung weiterer
Partner ist vorgesehen, im Ansatz geschieht dies bereits mit der Tongji-Universität.
Das inhaltliche Spektrum von Punkt de reicht vom essayistischen und literarischen
Beitrag über landeskundliche Infos und linguistisch orientierte Arbeiten
bis hin zu Beiträgen zur Studiensituation, zu Sprache und Kultur in verschiedenen
Ländern. Die ersten Reaktionen aus der ganzen Welt sind positiv, das Journal
hat auch über das germanistische Fachpublikum hinaus Anklang gefunden.
Kontakt zu den Redaktionsgruppen und Interaktivität bei Punkt de ermöglichen
Email, Newsgroup, Mailingliste und Chatserver. Vorschläge und studentische
Beiträge, auch solche, die über die Fachgrenzen hinausgehen, nimmt die
Redaktion gerne entgegen. Ein Besuch lohnt sich!
Jutta Kohn & Sandra Waldenberger
Punkt de im WWW: http://punktde.ruhr-uni-bochum.de;
Kontakt via Email: punktde@ruhr-uni-bochum.de
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