| EURUBITS schafft Sicherheit | |
| RUB gründet Institut für IT-Sicherheit | |
|
|
|
| "Bochum als Vorreiter", "Beitrag zum Strukturwandel", "Standort",
"Interdisziplinär", "International ausgerichtet", "Profil bildend", "Informationsgesellschaft",
"Internet" - wenn innerhalb einer knappen Stunde solch hochkarätige Schlagwörter
gebündelt auf einen niederprasseln, ist meist Großes im Anmarsch. So war
es zumindest Mitte August, als auf einer Pressekonferenz die Gründung des
Europäischen Institut für IT-Sicherheit (EURUBITS) an der RUB bekannt gegeben
und entsprechende Verträge unterzeichnet wurden. In der Tat erhält die RUB
jetzt ein wegweisendes Institut und jede Menge neues Profil; der Startschuss
fällt bereits in diesem Wintersemester. Der jüngste Skandal um Spione in der deutschen Rüstungsindustrie klingt uns noch in den Ohren, der gläserne Internetnutzer hat sich längst zum Dauerbrenner entwickelt, den Hacker, der sich überall und nirgends einzuschleichen vermag, umweht bereits ein Hauch von Nostalgie - die Informationstechnik (IT) hat die Infogesellschaft prima auf den Weg gebracht, doch ist dieser Weg keineswegs sicher genug. Ihn sicherer zu gestalten, ist Aufgabe der IT-Sicherheit. Allerdings fehlen die Spezialisten dafür - allein in Deutschland 8.000, europaweit gar rund 50.000. Mit EURUBITS entsteht an der RUB die ersteeuropäische Keimzelle, aus der heraus Forschung, Lehre, Aus- und Weiterbildung auf diesem Gebiet vorangetrieben werden. Möglich wird dies u.a. durch die Förderung der "Horst-Görtz-Stiftung" in Höhe von 7,5 Mio. DM. EURUBITS wird aus dem interdisziplinären Institut für IT-Sicherheit IDITS und dem An-Institut GITS (Gesellschaft für angewandte IT-Sicherheit mbH) bestehen. IDITS wird getragen von den Fakultäten Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Mathematik und sich der Lehre und Forschung auf dem Gebiet der IT-Sicherheit widmen; später sollen andere Fakultäten (Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Rechtswissenschaft) eingebunden werden. Das An-Institut GITS wird schwerpunktmäßig die berufliche Weiterbildung und die angewandte Forschung zu ihren Aufgaben machen. Auf dem Campus wird bis 2001 ein Neubau entstehen, in den IDITS und GITS einziehen werden. Um den Aus- und Weiterbildungsbetrieb bereits ab 2000 sicherzustellen, ist eine Interimslösung durch Anmieten von Räumlichkeiten im direkten Umfeld der RUB vorgesehen. Zunächst wurden zwei Gastprofessuren für das WS 99/00 eingerichtet. Prof. Patrick Horster (Uni Klagenfurt) wird an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik lehren. Zusätzlich zur etablierten Basisvorlesung zu Computernetzen und Internet Working wird Horster vertiefend die technischen Aspekte der IT-Sicherheit in komplexen Gesamtsystemen behandeln. Neben technischen Fragen dürfen allerdings nicht die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte von Sicherheit in der IT vergessen werden. Damit befasst sich Dr. Olaf Winkel (Uni Münster). Er wird in der Fakultät für Sozialwissenschaft zur "Infogesellschaft, insbesondere sozialen und politischen Aspekte von Netzsicherheit" lehren. Beide Veranstaltungen sind für Hörer aller Fakultäten offen. ad |
|
| Ihre Meinung ist gefragt! Schreiben Sie uns einen Leser(innen)brief! |
| zurückblättern | zur Themenübersicht | weiterblättern |
| 30.09.1999 |