| Netzwerk bündelt Wissen und Willen | |
| RUB, FH GE und RWI kooperieren | |
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| Am Anfang stand die Idee, marktfähige Ideen schneller in
wirtschaftliche Erfolge umzusetzen und damit Unternehmensgründungen
und neue Arbeitsplätze im Ruhrgebiet zu schaffen. Zwar verfügt das
Revier über die dichteste Hochschullandschaft Europas und ein großes Potential
an innovativen Ergebnissen aus Wissenschaft und Forschung. "Doch trotz dieses
Startkapitals werden verglichen mit anderen Regionen zu wenige Ideen und
zu langsam zu marktreifen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen weiterentwickelt",
so Prof. Peter Schulte (Rektor der FH Gelsenkirchen). Prof. Dietmar Petzina
(Rektor der RUB) ergänzt: "Wir haben Unternehmer gewonnen, die in Kompetenzzirkeln
mit jungen Existenzgründern zusammenarbeiten". Mit im Boot des neuen gemeinsamen
Projektes "Innovations- und Gründerförderung im Ruhrgebiet in Kooperation
von Wissenschaft und Wirtschaft" ist das Rheinisch-Westfälische Institut
für Wirtschaftsförderung, Essen (RWI). Sein Präsident Prof. Dr. Paul Klemmer
sagt: "Den Menschen im Revier fehlt der Mut, Ideen ohne das schützende Dach
eines Großunternehmens umzusetzen." Hier setzt die Idee der drei Projektpartner an. Sie wollen Mut machen, Unternehmergeist und Unternehmerwissen verbreiten, und das in enger Kooperation mit Vertretern der Wirtschaft, die Erfahrungen in ein Netzwerk einbringen und kommenden Existenzgründern als Anschubkraft zur Verfügung stellen. Gefördert wird das Projekt drei Jahre lang vom NRW-Wirtschaftsministerium, das 1,5 Mio. DM zur Verfügung stellt. Die Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrages (14.6.99) zwischen den Projektpartnern markierte den formalen Startpunkt für das Projekt. Beide Hochschulen wollen Studierenden bereits während des Studiums mehr persönliche, soziale und fachliche Kompetenz vermitteln, um zum Unternehmer zu reifen. Das fachübergreifende Lehrangebot zum unternehmerischen Wissen und Verhalten soll jedoch nicht nur durch Lehrkräfte der Hochschulen vermittelt werden, sondern durch ein Netzwerk mit der Wirtschaft ergänzt werden. Ziel dieser ersten strategischen Säule ist es, angehenden Existenzgründern beizubringen, wie man ein Unternehmen gründet und führt. Dem Wie fehlt dann aber noch sein Was: die zündende Unternehmensidee. Den Keim für innovativen und arbeitsplatzschaffenden Markterfolg soll die zweite Säule des Projekts liefern: Kompetenzzirkel aus Wissenschaftlern, motivierten Studierenden und fachlich dazu passenden Unternehmern sollen innovative Produkt- und Verfahrensideen entwickeln, Forschungsergebnisse auf ihren Marktwert abklopfen, Existenzgründungen anstoßen und begleiten. Schon jetzt sind zwei solcher Kompetenzzirkel in der konkreten Vorbereitung. Einer soll sich um Gebäudemanagementtechniken kümmern, der andere hat sich dem Themenfeld der innovativen Werkstoffe verschrieben. jk |
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| 30.06.1999 |