Erfolgreiche Maßnahmen
   
  Rückgang der PC-Diebstähle
 
  Eine runde halbe Mio. DM Schaden hatten allein in den Jahren 1994 bis 1996 die PC-Diebstähle an der RUB verursacht (siehe RUBENS 23). Unter den Objekten, die aus allen Gebäuden auf dem Campus entwendet wurden, befanden sich größtenteils Computer, aber auch Anlagen und Geräteteile. Dabei gingen auch viele wissenschaftliche Daten verloren. Den negativen Höhepunkt bildete das Jahr 1996 mit 63 Diebstählen (materieller Schaden: 370.000 DM).
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sah sich die Univerwaltung (namentlich die Hausverwaltung) genötigt, verschiedene Maßnahmen gegen die dreisten Diebe zu ergreifen. Es begann mit naheliegenden Rundschreiben, in denen die Besitzer der Computer zu mehr Vorsicht aufgefordert wurden: "Türen und Fenster müssen auf jeden Fall geschlossen werden, auch bei nur kurzer Abwesenheit", hieß es dort u.a. Das war jedoch selbstverständlich nicht die einzige Anstrengung im Kampf gegen die Diebe, die im übrigen sowohl im Kreis der Uniangehörigen, beispielsweise bei Weitergabe von Schlüsseln oder Informationen, als auch außerhalb vermutet werden - bei einigen der Diebstählen wurden Türen gewaltsam geöffnet. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren in den Austausch alter Schließanlagen eine Summe von weit über einer halben Mio. DM investiert, zuletzt im Jahre 1998 DM 45.000. Außerdem wurde die Polizei bei jedem Einbruch eingeschaltet, zudem gab es verstärkte Kfz-Kontrollen an Wochenenden und abends, hierzu setzte die Polizei zum Teil 20 bis 30 Beamte ein.
Ergänzend beauftragte die RUB eine Detektei, die versuchte, das Tatverhalten und den Täterkreis näher zu bestimmen. Auch die Einsatzpläne des Wachdienstes an der RUB wurden verändert. Die Wachleute führen seitdem verstärkt Innenkontrollen durch, besonders gefährdete Bereiche werden gesondert bewacht. Und das nicht nur durch den Wachdienst, sondern auch per Videokameras. Beispielsweise wurden Kameras im Ein- und Ausgangsbereich von MA installiert.
Obwohl unklar blieb, welche der Maßnahmen wirklich wirksam gewesen ist, kann Hans-Joachim Linneweber (Dezernat 6, Hausverwaltung) erhebliche Erfolge vorweisen. So sanken die PC-Diebstähle kontinuierlich, 1997 waren es noch 43 (Schaden: 290.000 DM), 1998 nur noch 21 (Schaden: 115.000 DM), im ersten Quartal 1999 wurden fünf Diebstähle (Schaden: 20.000 DM) gezählt.
So erfolgreich sich diese Zahlen auch lesen, zurücklehnen mag sich Linneweber deswegen noch lange nicht. Im Gegenteil: Aufgrund eines Sicherheitsgutachtens wurde für besonders gefährdete Bereiche der Uni kürzlich ein Zutrittskontrollsystem (u. a. mit verschlossenen Etagentüren) entwickelt, das sich auch gut mit dem Konzept der Fluchtwegesicherung und den Brandschutzbestimmungen verträgt. Dieses Zutrittskontrollsystem soll demnächst die Fachbereichsbibliothek der Juristen in GC sichern.
Auch in puncto Videoüberwachung bieten sich noch einige Bereiche auf dem Campus an, insbesondere die Tierställe am MA. Zusätzlich soll anhand einer Neuausschreibung die Arbeit des Wachdienstes weiter optimiert werden, im Bedarfsfall wird auch jederzeit wieder auf die Hilfe der Polizei zurückgegriffen. Darüber hinaus soll auf Anforderung eine mobile Einbruchmeldeanlage in besonderen Bereichen zur Verfügung gestellt werden.
Möchten sich die PC-Besitzer selber schützen, steht ihnen ebenfalls eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung: z. B. mechanische Sicherungen der PCs durch Schienenelemente an Gerät und Schreibtisch (Kontakt: Zentrale Beschaffung, Tel. 700-7667) oder das Gravieren eines Schriftzugs, wie "Ruhr-Universität", am Gehäuse (Kontakt: Werkstatt des Rechenzentrums, Tel. 700-3487). ad
   
 
zurückblättern zur Themenübersicht weiterblättern

31.05.1999