| Verfremdung | |
| Ausstellung im TZR | |
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| Mit der Ausstellung "Rudolf Bonvie und Studenten" eröffnete
die TRZ Galerie für bildende Kunst am 28. März ihre Reihe über den Einfluß
von Lehrern auf die Werke ihrer Studenten. Vorgaben der Architektur nutzend,
stellt die Galerie die Arbeiten auf fünf Ebenen aus, um zu zeigen, wie nah
oder fern die jungen Künstler ihrem Lehrer sind, inhaltlich und bei der
Wahl der Mittel. Rudolf Bonvies Bilder sollen den Betrachter mit Formen und Farben zur Phantasie anregen; die eigentlichen Motive sind durch fotografische Mittel verzerrt. Seine Studenten Monika Galla, Tobias Trutwin, Sandra Mann, Bettina Lauck und Anja Müggenburg benutzen neben Fotografie noch andere moderne Medien, um Objekte und Rauminstallationen zu erzeugen. Unter anderem benutzen sie das Mittel der Verfremdung, um in Dialog mit dem Betrachter zu treten. Sie stellen so Moral- und Wertvorstellungen in Frage sowie die Kommerzialisierung von alten Symbolen und Bräuchen bloß; sie beleuchten das Spannungsfeld zwischen Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte. Der Körper wird zur Skulptur und selbst zum Kunstwerk durch sinnliche Erfahrungen mit Licht, das Alltägliche wird durch Verfremdung sichtbar gemacht. Stefanie Neumann Die Ausstellung läuft bis zum 20. Juni täglich von 9 bis 18 Uhr in der TZR Galerie (vormals Gebäude MB), Infos: 0234-708319. |
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| 30.04.1999 |