"KoBra, übernehmen Sie!"
   
  Beratung für den Berufseinstieg
 
 

Was mit dem "Uni-Kompass" bereits beim Übergang Schule - Hochschule realisiert ist, will die RUB nun auch für die Schnittstelle Uni - Berufsleben in Angriff nehmen: mit KoBra, der Koordinierungs- und Beratungsstelle für den Berufseinstieg, eine Brücke zu schlagen. KoBra soll zusammen mit dem Arbeitsamt die vielfältigen internen und externen Beratungsangebote bündeln und eine Anlaufstelle für Studierende sein, die Unterstützung bei ihrer Karriereplanung wünschen. Das MSWWF finanziert das Projekt seit dem 1.4., zusätzlich sind zwei ABM-Stellen beantragt.
Britta Freis, 30, ist vorerst das einzige Gesicht von KoBra, eine studentische Hilfskraft wird noch gesucht. Die Diplomgeographin war zwei Jahre lang Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie der RUB und arbeitete zuletzt in einem Projekt des Weiterbildungszentrums (WBZ) mit. "Durch diese Tätigkeiten habe ich gelernt, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen," sagt sie, "so will ich es auch bei KoBra handhaben: Nicht sofort alles mit einem neuen Konzept überfahren, sondern erst mal schauen, welche Angebote es gibt und wie man sie bündeln kann."
An der RUB, aber auch außerhalb der Uni gibt es allerdings zahlreiche Beratungsstellen für Studierende, die kurz vor dem Eintritt in das Berufsleben stehen. Dabei handelt es sich um Einzelprojekte mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Aufgabe von KoBra ist es, die Aktivitäten des Arbeitsamtes und der Institutionen an der RUB zusammenzustellen und sie besser bekanntzumachen - z. B. das Hochschulteam des Arbeitsamtes, Studienbüro, Studienfachberater, Mentorenprogramme und Studentische Initiativen. Für Studierende existiert damit erstmals eine zentrale Anlaufstelle, die einen Überblick zu diesen Angeboten vermittelt.
Daneben soll KoBra auch die Kommunikation zwischen den Beratungsstellen fördern; schließlich wissen diese häufig nicht voneinander. Langfristig ist eine Vernetzung der vielfältigen Angebote vorgesehen, wobei KoBra als "Kompetenzzentrum" an der RUB fungiert. Hier sollen die bestehenden Angebote auch analysiert und ergänzt werden, um eine differenzierte Beratung zu ermöglichen, die vor allem unterschiedliche Fachkulturen und Berufsanforderungen einzelner Fächer berücksichtigt.
Ebenso unterschiedlich ist die Zielgruppe der Aktivitäten von KoBra: Studierende im Hauptstudium, Absolventen und Abbrecher mit ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen an eine Beratung. "Wir wollen ihnen helfen, sich selbst zu helfen", so Freis. "Deshalb unterstützen wir sie, eigenständige Entscheidungen zu treffen und ihre Handlungsfähigkeit im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und ihre Karriereplanung zu verbessern."
Denn: KoBra ist keine Arbeitsvermittlungsagentur. Durch Kontakte zu Unternehmen und zur IHK kann die Projektstelle höchstens Praktika, Hospitationen und Traineeprogramme vermitteln. Und zusammen mit dem Hochschulteam des Arbeitsamtes und dem Studienbüro über Angebote zu sog. Schlüsselqualifikationen informieren, etwa EDV-Kurse und Moderationstechniken.
Langfristig will KoBra mit dem WBZ zusätzliche Angebote erarbeiten, z. B. Kommunikations- und Bewerbungstrainings. jw
Kontakt zu KoBra (vorläufig): 700-4128

   
 
zurückblättern zur Themenübersicht weiterblättern

30.04.1999