| Wissenschaft und Praxis für Führungskräfte | |
| An der RUB wurde eine Akademie für Weiterbildung gegründet | |
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| Mit der Ende April gegründeten "Akademie der Ruhr-Universität
e.V." steigt die RUB mit einem privatwirtschaftlich organisierten Träger
in das professionelle Management von Weiterbildung ein. Ziel dieser von
Professoren und Mitgliedern aus der Führungsetage der RUB gestarteten Akademie
ist es, Führungskräften und anderen Interessenten aus Wirtschaft, Industrie,
Bildung und Verwaltung Weiterbildungsangebote bereitzustellen, die ebenso
praxisnah wie auf hohem gesicherten wissenschaftlichen Niveau sind. Lebenslanges Lernen steht auf ihrer Agenda: Die Akademie will gezielt Kompetenzen wissenschaftlicher Weiterbildung bündeln, für die schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis sorgen und Kooperationen sowie neue Formen der public-private-partnership mit anderen Trägern und Interessenten der Weiterbildung eingehen. Ziel der Akademie ist es, in neue Dimensionen der Weiterbildung vorzustoßen, in denen universitäre Angebote noch nicht bestehen, gleichzeitig mit den hohen Qualitätsstandards von Universitäten - aber ohne staatliche Genehmigungsvorbehalte - agieren zu können und somit die Attraktivität und Flexibilität universitärer Weiterbildung zu steigern. Dabei will sich die Akademie auf diesem Markt positionieren, indem sie gezielt Bildungsbedarf von Unternehmen ermittelt und befriedigt, in Experimenten neue Formen der Weiterbildung entwickelt, erprobt und wissenschaftlich begleitet. Schließlich sollen auch Studierende von der Akademie profitieren, indem sie gezielt in Lehr- und Lernprozesse eingebunden werden. Die Vorteile der zunächst als Verein gegründeten Akademie, deren Weiterentwicklung zu einem kommerziellen Unternehmen durchaus möglich ist, liegen auf der Hand: Die Einrichtung ist rechtlich selbständig und unterliegt nicht den Einschränkungen des Hochschulrahmengesetzes oder des NRW-Universitätsgesetzes. Damit kann sauber unterschieden werden zwischen dienstrechtlichen Aufgaben von Hochschullehrern und ihrem Engagement in den Akademieprogrammen, ohne daß Fragen des Kapazitäts- und des Dienstrechts berührt werden. Gleichzeitig möchte sich die RUB mit der Akademie neue Einnahmequellen erschließen. Diese Neugründung ist ein weiterer konsequenter Schritt der RUB auf dem Weg zur Reform des Hochschulwesens: Die Professionalisierung, die mit RUBITEC - Gesellschaft für Innovation und Technologie der RUB - auf dem Gebiet des Technologietransfers begonnen wurde, findet ihre natürliche Fortsetzung auf dem Gebiet der Weiterbildung. Ein Vorbild der Akademie arbeitet bereits seit Jahren erfolgreich an der RUB: Die Akademie für öffentliche Gesundheit e.V., die seit 1990 Summer Schools und Fortbildung in Epidemiologie, Medizinischer Biometrie und Dokumentation bereitstellt. Die Neugründung trägt mit Genehmigung des Rektorats den Namen "Akademie der Ruhr-Universität", um bereits in ihrem Auftritt die hohen Qualitätsstandards der in enger Verzahnung mit der Praxis abgestimmten Angebote zu dokumentieren. Zum Vorsitzenden hat die Gründungsversammlung Prof. Lienhard Lötscher (Kulturgeographie) gewählt; seine Stellvertreter sind Prof. Volker Nienhaus (Wirtschaftspolitik) und der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Hans J. Trampisch (Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie). Die Geschäfte führt Dipl. rer. soc. Walter Dieckmann (Medizinische Fakultät). jk |
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| 30.04.1999 |