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Wer denkt bei diesem Titel zu nächst nicht an den bekannten
Song aus den 80ern? Gemeint ist hier aber die nicht weniger bekannte „Bochumer
StudentInnen-Zeitung“, die BSZ. Als “Zeitung des AStA der RUB” ist sie seit
1967 durch die Hände mehrere Studentengenerationen gegangen. Höheren Semestern
ist gewiß noch der charakteristische Schriftzug, weiße Schrift auf rotem
Grund, vertraut. Längst kein Markenzeichen mehr (seit 1996 erscheint die
BSZ in einem neuen Gewand), prangt an den Zeitungskästen immer noch das
rot-weiße Emblem. Für jüngere Semester ein Hauch von Nostalgie oder historisches
Zeugnis studentischer Pressearbeit? Wie auch immer, die BSZ hat ihr 30.
Lebensjahr vollendet. Mit ihren rund 60 Semestern an der RUB und der bevorstehenden
500. Jubiläumsausgabe übertrifft sie in ihrer Form als regelmäßig und kontinuierlich
erscheinendes Organ einer Studierendenschaft alle anderen studentischen
Publikationsorganen der Bundesrepublik. In der ersten Nummer (15.2.67) heißt
es: “Eine vergleichbare Zeitung gibt es in der ganzen Bundesrepublik nicht.
[...] Das Experiment hört auf eines zu sein, sobald die BSZ aus dem Erscheinungsbild
der Uni nicht mehr wegzudenken ist.”
Bis 1973 kostete die BSZ 10 Pfg. und war in “Groschenkästen” erhältlich.
Für die damaligen Verhältnisse kein billiges Vergnügen. Aber die BSZ sollte
nicht zum Spaß gelesen werden. Sie verstand sich von Beginn an als Informationsorgan
und Sprachrohr der Studierendenschaft.
Die BSZ war und ist immer noch ein Kind ihrer Zeit, als solches spiegelt
sie den jeweiligen Zeitgeist mit allen Wandlungen und Kontinuitäten wider.
“300 BSZ-Ausgaben, das sind 300x Geschichte der RUB, 300x Geschichte der
Studentenbewegung, 300x Aufschlußreiches über Änderung von Sitten und Gebräuchen
in der Studentenschaft und und und ...” heißt es in der 300. Ausgabe – eine
Selbstdarstellung, die heute noch gültig ist. Wir beglückwünschen die BSZ
für ihre jahrelange Arbeit. Sie “gehört seit über 60 Semestern so selbstverständlich
zur Ruhr-Uni wie Prometheus in das Uniwappen” (Zitat der jetzigen Herausgeber).
Ein gelungenes “Experiment”! Kerstin Warncke, Uniarchiv |