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Zwei Dinge waren auf dem Campus der RUB bislang unvereinbar:
bei schönem Wetter draußen sitzen und Surfen im Internet. Der starken Nachfrage
von Studierenden, diesen Zustand zu ändern, tragen das Rechenzentrum (RZ)
und das Dezernat 8 (Informations- und Kommunikationsdienste, Studentenservice)
jetzt Rechnung. Ab dem 1.4.99 stehen im Botanischen Garten die ersten sog.
Internetboxen auf den Freiflächen zur Verfügung. Weitere Stationen sollen
im Sommersemester folgen, damit das Fernziel - WWW campusweit - möglichst
bald realisiert wird.
„Bei uns haben immer mehr Studierende gefragt, ob es
die Computerterminals auch an anderen Stellen der RUB gebe - z. B. im Biergarten.
So kamen wir auf die Idee mit den Internetboxen“, sagt Undine Ptaschek (Dezernat
8). Zusammen mit der Werkstatt des RZ hat das Dezernat 8 diese Anregung
aufgegriffen und die wetterfeste Internetbox entwickelt. Ein unscheinbares
Gehäuse, das sich harmonisch an seine Umgebung anpaßt. Unterirdisch ist
die Box an das HochschulInterne RechnerNetz (HIRN) angeschlos- sen, den
nötigen Strom bezieht sie aus Solarzellen auf dem Gehäusedeckel. Gegen ein
Pfand von 25 DM erhalten Studierende im Servicecenter des RZ das Innenleben
der Box, eine für Laptops ausgelegte Stromversorgung, die einfach in das
Gehäuse eingesetzt wird und gleichzeitig das Chipkartenlesegerät der Box
aktiviert. Der Rest funktioniert ebenso wie an einem festen Terminal.
Emails senden und empfangen, im Internet surfen - und bei Bedarf kann man
sich bestimmte Seiten demnächst auf dem Campus ausdrucken lassen. Sobald
der Biergarten zwischen GB und GC den Betrieb wieder aufnimmt, wird geprüft,
ob und wo genau man hier einen zentralen Drucker aufstellen kann. Zumindest
die Nutzer der Internetboxen, die noch auf den Wiesen vor den G-Gebäuden
installiert werden, können dann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden:
Internetrecherche, Druckauftrag, Bier bestellen und dabei auf den Ausdruck
warten. Die Abrechnung der Drucke erfolgt über die Chipkarte. Damit erweitern
sich die Funktionen der Chipkarte - ein zusätzlicher Anreiz, der die Umstellung
beschleunigen soll. Wer jetzt noch einen alten Ausweis hat, aber auf den
Komfort des neuen nicht verzichten will, kann ab April vier Wochen lang
zum Vorzugspreis umsteigen: für 12 statt der üblichen 15 DM. jw |