| Am Anfang war die Henne | |
| Serie: Archivsplitter |
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An dieses Tier jedenfalls fühlten sich die Mitglieder des beratenden Gründungsausschusses für die RUB sogleich erinnert, als sie die großformatige Karte des Grundstückes erblickten, auf dem die neue Uni erbaut werden sollte. Es handelte sich um das von der Stadt Bochum ab 1958 sukzessive angekaufte Querenburger Gelände, das ab September 1961 vom städtischen Liegenschaftsamt im Auftrag der Landesregierung erweitert bzw. arrondiert worden war. Ausschußarbeit Um eine zügige Errichtung der ersten Nachkriegsuni zu gewährleisten,
wurde unmittelbar nach der Entscheidung des Landtages für Bochum als Standort
ein interministerieller Ausschuß sowie ein Sonderbauamt (das spätere Staatshochbauamt),
ins Leben gerufen. Es war aber hauptsächlich der Gründungsausschuß – in
diesen hatte der Kultusminister im September ‘61 16 namhafte Professoren
und den Generalsekretär des Wissenschaftsrates berufen –, der durch seine
Strukturüberlegungen und -pläne wesentliche Prämissen für die konkrete
Bauplanung setzte. 86 Entwürfe für die RUB Neben der Vergabe von drei weiteren Preisen (zus. 52.000 DM) wurden noch drei Arbeiten zu je 5.000 DM angekauft. Zur Grundlage der weiteren Arbeit des am 1.4.63 eingerichteten zentralen Planungsbüros wurde neben dem Siegerentwurf auch der vom Preisgericht mit einer Sonderauszeichnung bedachte Entwurf des außer Konkurrenz beteiligten Staatshochbauamtes gemacht. Insbesondere sah man hier die Anbindung des Gebäudekomplexes der Uni an das vorgesehene “zivile” Forum (später Uni-Center) verwirklicht. Das Planungsbüro erledigte seine Aufgabe binnen acht Monate, so daß im Januar ‘64 mit der Errichtung der ersten Gebäude (IA, IB) begonnen werden konnte. Jörg Lorenz, Uniarchiv |
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| 01.04.1999 |