| Experimentalvorlesung und Kleingruppen anstatt Frontalunterricht. Die erste Zwischenbilanz des WBZ-Projekts "Teamberatung - Wissenschaftliches Lehren professionalisieren" fällt sehr positiv aus. Britta Freis, Hille Lieverscheidt, Marianne Wienemann und Christa Zinn vom WBZ der RUB sind in diesem Wintersemester ausgezogen, die Professoren das Lehren zu lehren. Zusammen mit Prof. Roland Fischer (Anorganische Chemie II) und Dr. Herbert Rusche (Allgemeinmedizin) haben sie die Konzepte der Vorlesungen "Anorganische Chemie" und "Allgemeine Medizin" komplett umgestellt. | | Beide Professoren sahen schon vor dem Angebot des WBZ die Notwendigkeit, die Qualität der Lehre zu verbessern und hatten in Eigeninitiative Didaktikseminare organisiert. Die Vorteile des Projekts "Teamberatung" sehen sie in der langfristigen Begleitung ihrer Veranstaltungen durch das WBZ, da sie dadurch eine kontinuierliche Rückmeldung erhalten, bis die neuen Methoden integriert sind. Das Team des WBZ und die Gruppen rund um die Professoren empfinden die Zusammenarbeit als fruchtbar und hilfreich. |
| In der Fakultät für Chemie fand in den letzten Jahren ein Generationenwechsel statt. Prof. Fischer und sein Kollege Prof. Matthias Drieß (Anorganische Chemie I) nutzten diesen Umstand, um das Profil ihres Fachbereichs durch neue Akzente in der Lehre zu schärfen. Kernpunkt ist die neue experimentelle Vorlesung in anorganischer Chemie, die durch eine umfangreichere Hörsaalausstattung optimiert werden soll. Die Zusammenarbeit mit dem WBZ schafft den pädagogischen Rahmen für diese Neuerungen. Eine stärkere Verknüpfung von Vorlesung, Übung und Praktikum ist das Ziel, unterstützt von Texten, die pädagogische Vorlagen mit den neuen Erkenntnissen in der Forschung verbinden. |
| Da der Allgemeinmedizin künftig eine Schlüsselrolle bei der Gesundheitsversorgung zukommt, soll ihr Image gegenüber den Spezialisten aufgewertet werden. Dr. Rusche, Leiter des Lehrbereichs Allgemeinmedizin, will eine Methode erarbeiten, die zu praktischen Problemlösungen anleitet, den angehenden Medizinern Spaß macht und die Bedeutung der "Hausarztmedizin" herausstellt. Dazu gewähren 15 niedergelassene Kollegen den Studierenden des 7. Fachsemesters neben der Vermittlung von Fachwissen auch Einblick in den Alltag eines Allgemeinmediziners. In den neuen Kleingruppen werden die Lehrinhalte an Fällen aus der Praxis orientiert; die Studierenden können ihre eigenen Erfahrungen einbringen und werden an problemorientiertes Lernen herangeführt. |
| Stefanie Neumann |
| Das WBZ hat die Kapazitäten, zwei weitere Gruppen ab dem Sommersemester zu begleiten. Infos: Britta Freis, WBZ, Tel. 700-7312, Fax 7094-255. |
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