| Unter realitätsnahen Bedingungen und in engem Kontakt mit der Praxis (z. B. Behörden, Ingenieurbüros) Projektarbeiten durchführen - dies bietet ein neues Leuchtturmprojekt an der Fakultät für Bauingenieurwesen. Die Antragsteller, Prof. Harro Stolpe (Projektleiter, Umwelttechnik und Ökologie im Bauwesen) und Prof. Klaus Krass (Straßenwesen und Eisenbahnbau) wollen Studierenden der Vertiefungsrichtung Umwelttechnik einen Einblick in den Berufsalltag von Ingenieuren vermitteln. Aus Mitteln des Programms "Qualität der Lehre" fördert das NRW-Wissenschaftsministerium (MSWWF) das "Projektbüro Umwelttechnik" in den nächsten zwei Jahren mit 436.000 DM. | |
| Europafähigkeit |
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| Studierende ab dem 6. Fachsemester werden je für zwei bis vier Semester aufgenommen. Sie verpflichten sich zu festen Präsenzzeiten. Das Büro besteht aus Arbeitsräumen mit Computern, einer Telefonanlage und einem Besprechungsbereich. Meßgeräte, Versuchseinrichtungen und Laborplätze stellen die jeweiligen Fachgebiete zur Verfügung. Sowohl die Kooperation mit externen Partnern, etwa Behörden als Auftraggebern, als auch die interne Kommunikation in Form von Besprechungen und Präsentationen sollen Mittelpunkt der Arbeit sein. Dabei wollen die Organisatoren intensive Kontakte zu den realen Berufsfeldern herstellen, nach Möglichkeit mit Aussicht auf eine spätere Beschäftigung der Studierenden. Das Konzept sieht deshalb vor, daß die Teilnehmer ihre Tätigkeit im simulierten Ingenieurbüro mit einer Studien- oder Diplomarbeit abschließen - ganz im Sinne der Zielsetzung, daß das Angebot keine zusätzliche Studienbelastung sein soll, sondern eine Alternative zum herkömmlichen Studienverlauf. |
| Zur Vorbereitung auf das Berufsleben gehört außerdem die Förderung der "Europafähigkeit", etwa indem die Teilnehmer Projekte im Ausland bearbeiten oder mit ausländischen Partnern kooperieren. Nach einer Aufbauphase, in der die Räume hergerichtet, Computer und Büroeinrichtungen gekauft und erste Kontakte zu Kooperationspartnern hergestellt werden sollen, heißt es ab dem Sommersemester für die Studierenden: ran an die Arbeit! Da die Tätigkeit in einem Ingenieurbüro für Absolventen aller ingenieurwissenschaftlicher Fächer eine mögliche Berufsperspektive darstellt, hat das Leuchtturmprojekt einen exemplarischen Charakter. Nach der zweijährigen Erprobungsphase soll es zu einer ständigen Einrichtung der RUB werden, von der alle Studierenden der Vertiefungsrichtung Umwelttechnik an der Fakultät profitieren können. Die Organisatoren erwarten, daß dieses Konzept sowohl bei den Kooperations- und Praxispartnern als auch an anderen Hochschulen bekannt wird und dazu anregt, über neue Formen der Lehre nachzudenken. |
| jw |
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