| Er hat den Laden voll gekriegt: Der neue Geschäftsführer des Kulturcafés im Studierendenhaus, Frank Eitner. Ein ehemaliger Kollege aus dem Szenecafé "Orlando" (wo Eitner stellvertretender Geschäftsführer war) machte ihn auf die Stellenausschreibung des AStA aufmerksam: "Das ist genau das richtige für dich, viel Streß, Raum für kreative Ideen, mach das doch!". Und Eitner machte, nachdem der Aufsichtsrat des Kulturcafés ihn aus zwölf Bewerbern auswählte. "Hier fehlte jemand, der sich von morgens bis abends um viele kleine Dinge kümmert", so der neue Gastronomiechef des Kulturcafés. Über 15 Stunden täglich ist er seit Oktober am Ball, "und wenn's brennt, komme ich noch vorm Frühstück und gehe - bei Veranstaltungen - erst um vier um morgens." | | Die Ergebnisse des neuen Managements lassen sich sehen: Eine erweiterte Speisekarte, jetzt - neben vegetarischen - auch mit Fleisch- und Wurstgerichten, gleichbleibende Angebote mit konstant guter Qualität, ein geschultes Personal. "Ich kann nicht heute einen Milchkaffee in einem kleinen Glas servieren und morgen in einem großen Becher. Vor allem die Essenportionen müssen immer gleich groß sein und gleich gut schmecken. Das war vorher nicht so. Auch beim Personal muß es gewisse gleiche Arbeitsabläufe geben, damit es keinen Streß hat und die Gäste schnell zufrieden sind. Durch Rollenspiele lernten die Mitarbeiter/innen, sich auf die Gäste einzustellen. Die reagieren gleich netter und fröhlicher", erzählt Frank Eitner, "und das Betriebsklima stimmt dann auch." |
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| Musikbrunch |
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| Finanziert wird das Kulturcafé durch den AStA, aber das wird sich
in naher Zukunft wohl ändern. Schon im Frühjahr vor dem Hintergrund
der fehlenden Schankkonzession (RUBENS
33) war eine veränderte Trägerschaft im Gespräch. "Wir planen,
die jetzige Trägerschaft in einen Verein umzuwandeln, bei dem die
Geschäftsführung und die Mitarbeiter/innen Vereinsmitglieder sind,
so daß der Betrieb - unabhängig der politischen Tagesgeschäfte - solide
weiter läuft", so Eitner. Nach den letzten Querelen ist zu spüren,
daß man gerne unabhängig vom AStA sein möchte (RUBENS
39).
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| Um das Café auch übers studentische Publikum hinweg allen kulturell Interessierten bekannter zu machen, steht Eitner der neue Kulturprogrammkoordinator Thomas Ernst zur Seite. Dem Mülheimer Philosophie- und Germanistikstudenten wurde die Unistadt Duisburg zu eng und er floh ins quirlige Berlin, wo er die ersten kulturellen Kontakte knüpfte. Selbst auch literarisch tätig, kehrte er aber nach einem Jahr der Weltstadt wieder den Rücken, um im Revier Kulturarbeit zu betreiben und sein Studium zu beenden. Im Kulturcafé ist er jetzt Programmacher, organisiert Veranstaltungen und gibt ein dickes Programmheft heraus. |
| Neuerdings kann im Kulturcafé auch einmal im Monat (Kartenvorbestellung!) zu Kabarett und Musikuntermalung gebruncht werden. Pläne hat Eitner auch schon für den Sommer: Erweiterung durch eine Außenterrasse. Auf der Unibrücke soll demnächst ein Werbeträger auf das Kulturcafé hinweisen. |
| Als "Sahnehäubchen" zum Kulturgenuß empfiehlt Eitner die frische Spinatlasagne. Sicher eine schmackhafte Alternative zur Mensa bei gleichzeitiger Befriedigung der übrigen Sinne. |
| tas |
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| Öffz.: Mo-Fr 10-1 h; bei Veranstaltungen auch am Wochenende; Tel.: 700-2290, Fax: 701623 |
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