| Auf einen "Maulkorb-Erlaß" des NRW-Wissenschaftsministeriums (MSWWF) hat der Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dietmar Petzina, die passende Antwort gegeben. | | Im folgenden dokumentiert RUBENS den Briefwechsel. Mit Datum vom 10.11.98 schrieb das MSWWF (namentlich Dr. Fleischer) "an alle Hochschulen des Landes NRW" einen (in neuer Rechtschreibung gehaltenen) Brief mit dem Betreff "Auskunftsersuchen und Anhörungsbegehren von Mitgliedern des Landtags und von Parlamentsgremien" und ohne weitere Anrede: "Anfragen aus Hochschulen geben mir Anlass, darauf hinzuweisen, dass die Landesregierung Informationswünschen und Auskunftsersuchen von Mitgliedern des Landtags und seinen Gremien selbstverständlich nachkommt. Falls derartige Wünsche direkt an Sie herangetragen werden, bitte ich mich darüber zu unterrichten, damit von hier aus entschieden werden kann, wie im Einzelfall zu verfahren ist." |
| Rektor Petzina antwortete für die Ruhr-Universität Bochum am 7.12.1998 direkt an Ministerin Gabriele Behler: "Sehr verehrte Frau Ministerin! Nachdem Sie in der Öffentlichkeit immer wieder darauf hinweisen, daß Ihre Politik die Autonomie der Hochschulen weiter stärken will, muß ich den o. a. Erlaß als ein Versehen in Ihrem Haus interpretieren, da sein Inhalt Ihre Politik konterkariert. |
| Die Ruhr-Universität Bochum hat es in der Vergangenheit - durchaus in Abstimmung mit der Spitze Ihres Hauses - stets als ein gemeinsames Anliegen von Universität und Ministerium angesehen, das Landesparlament und seine Abgeordneten für die Sache von Hochschulen und Wissenschaft im Lande zu gewinnen und dementsprechend großen Wert auf die notwendigen Informationen und direkten Unterrichtungen gelegt. Das Rektorat gedenkt auch in Zukunft, an diesem bewährten Verfahren festzuhalten." |
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