| Anfang Dezember kam der RUBENS-Redaktion ein Gerücht zu Ohren: "Der AStA ist pleite." Ein Gerücht ist ein Gerücht, ist ein Gerücht ... Wenn es ausgerechnet aus den Reihen der Bochumer Studentenzeitung (BSZ) kommt, geht man der Sache allerdings nach. Immerhin ist der AStA Herausgeber der BSZ. Diese erscheint eigentlich alle 14 Tage. Für das WS 98/99 ist laut BSZ-Redakteurin Jocelyne Senf jedoch nur noch eine Ausgabe am 18. Januar und ein gefaltetes DIN A3-Blatt nach der SP-Wahl geplant. "Der AStA hat wenig Geld, und die BSZ ist teuer", bestätigt Heiko Jansen, BSZ-Redakteur und Referent für Kommunikation & Popkultur des AStA, und erhärtet so den Verdacht, der AStA könne die BSZ nicht mehr finanzieren. | | Finanzreferent Jan Klug findet die Geldknappheit am Ende des Jahres allerdings nicht ungewöhnlich: "Seit ungefähr 20 Jahren wurde der Beitrag für den AStA nicht mehr angehoben, und die 940,- Mark pro Referentenstelle orientieren sich nur eigentlich am Bafög-Höchstsatz. Die Gehälter angestellter BAT-Kräfte sind ebenfalls nicht unbeträchtlich. Pleite sind wir aber nicht. Nur trifft der allgemeine Sparzwang diesmal auch die BSZ." Das sei mit der Redaktion abgesprochen. |
| Jansen nennt auch andere Gründe dafür, daß die BSZ in diesem Semester nur noch ein- statt dreimal erscheint. So sei eine Ausgabe für den 14., 15.12. geplant gewesen. "Das wären aber nur drei, vier Tage bis zu den Weihnachtsferien gewesen", rechnet er etwas großzügig (immerhin starteten die Ferien erst am 23.12.). Die zweite Ausgabe im Januar wäre genau in den Wahlkampf gefallen. Früher habe man eine Podiumsdiskussion mit den Wahlkandidaten veranstaltet, über die die BSZ anschließend berichtet habe. "Als nur noch die eingeladenen Kandidaten erschienen, sah man davon ab", so Jansen. |
| In der Vergangenheit sei im Januar meistens nur eine BSZ erschienen. "Man versucht, die BSZ aus dem Wahlkampf rauszuhalten, ihre listenpolitische Unabhängigkeit zu bewahren", sagt der Redakteur. Die sieben vom AStA bezahlten Redakteure setzen sich aus Vertretern der TuWas-Liste (2), der Linke Liste (2) und der Fachschaftsvertreterkonferenz (3) zusammen. |
| Etwas unregelmäßig erschien die BSZ laut Jansen zuletzt ohnehin. Der Setzer sei krank. "Bei normalem Rhythmus wäre die zweite Ausgabe im Januar die 500. gewesen. Am 15. Januar sollte eigentlich auch die Jubiläumsparty sein". |
| Was bleibt? Auch in der Gerüchteküche verderben manchmal viele Köche den Brei. Fest steht jedenfalls, daß die BSZ-Leser/innen leichten Verzicht üben müssen. Und jubiliert wird erst im nächsten Semester, dann wird auch RUBENS gratulieren. |
| Katja Stiegel |
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