| Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als sollte die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen aussterben. Dank eines Abkommens zwischen der ehemaligen Sowjetunion und Deutschland jedoch kamen ab 1990/91 vermehrt jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion ins Ruhrgebiet. Die Gemeinde wuchs von etwa 70 auf rund 1.200 Mitglieder an. Allein in Bochum wohnen z. Z. ca. 700 Mitglieder, die von der Jüdischen Gemeinde betreut werden. Aufgrund dieser hohen Zahl hat sich die Gemeinde getrennt; seit dem 1.1.99 ist die Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen selbständig. Die Gemeinde bietet neben regelmäßigen Gottesdiensten religiöse und kulturelle Veranstaltungen, soziale Betreuung etc. So wurden in Bochum ein Seniorenclub, ein Frauenverein, Sprachkurse für Zuwanderer sowie ein Kinder- und Jugendclub eingerichtet. Unterstützt wird die Arbeit vom American Joint Distribution Commitee und von der European Hillel Foundation, da die Gemeinde wegen der enormen Zuwanderung vor viele Probleme gestellt wurde, die ohne Hilfe von außen nicht zu meistern waren und sind. | | Leider sind bislang die jüdischen Studierenden in Bochum noch nicht organisiert. Einige Studierende haben jedoch kürzlich damit begonnen, Aktivitäten und Veranstaltungen anzubieten, vorrangig um sich zu treffen und sich besser kennenzulernen. Hintergrund ist, das jüdische Leben in seiner ganzen Bandbreite zu erhalten und weiterzugeben, also nicht nur Religion, sondern auch Kultur, Soziales etc. |
| Leider bekommt die Gemeinde nur schwer Kontakt zu jüdischen Studierenden, da viele nichts von der Jüdischen Gemeinde wissen. Dieser Artikel ist deshalb als Aufruf zu verstehen, sich als Student/in an die Jüdische Gemeinde in Bochum zu wenden. |
| R. Engler/J. Senf |
| Kontakt: Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, Alte Wittener Str. 13, 44803 Bochum, Tel. 0234-361563, Fax: 0234-360187. |
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