| Für "wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet der Neuroinformatik" erhielten die Bochumer Neuroinformatiker Prof. Dr. Werner von Seelen (Lehrstuhl für Theoretische Biologie) und Prof. Dr. Christoph von der Malsburg (Lehrstuhl für Systembiophysik) im Dezember den mit 60.000 DM dotierten Karl Heinz Beckurts-Preis. Arbeitsplatz der beiden Wissenschaftler ist das von ihnen 1989 gegründete und geleitete Institut für Neuroinformatik der RUB, das größte und wissenschaftlich herausragendste Institut für Neuroinformatik in Europa. Hier untersuchen Wissenschaftler die Prinzipien der biologischen Informationsverarbeitung und versuchen, daraus technische Lösungen zu erarbeiten. | | Von der Malsburg und von Seelen erhielten den Preis für ihre Arbeiten zur Hirnforschung und deren Übertragung auf intelligente technische Systeme. Beispiele dafür sind das maschinelle Erkennen von Gesichtern zur automatisierten Zugangskontrolle in Sicherheitsbereichen oder die weltweit erste computergestützte Lichtbilderdatenbank. Ein weiteres Beispiel sind sich visuell orientierende mobile Roboter - lernfähige Maschinen, die in einer natürlichen Umgebung komplexes Verhalten zeigen. Beide Wissenschaftler setzten viele ihrer Arbeiten mit industriellen Partnern schon in konkrete technische Anwendungen um. In den letzten 10 Jahren wurden sie durch das BMFT/BMBF mehrfach in Berater- oder Initiatorenfunktionen bei der Einrichtung neuer Verbundvorhaben im Bereich intelligenter Informations- und Kommunikationstechniken herangezogen. |
| Jens Berke/jk |
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