| Eine heikle Schnittstelle in der Biographie vieler junger Menschen ist der Übergang von der Schule in die Hochschule. Ist das Fach richtig gewählt? Welche Angaben über Studiengänge sind verfügbar? Verläuft der Start reibungslos? An diesem Punkt setzt das Projekt "Unikompaß - Brücken ins Studium" an. Als Ergänzung zum bereits etablierten Projekt "Qualität der Lehre" will es verstärkt mit Schulen zusammenarbeiten, gezielt Infos aufbereiten und mit flächendeckenden Tutorien den Einstieg ins Studium erleichtern. Das NRW-Wissenschaftsministerium (MSWWF) fördert das Projekt in den nächsten zwei Jahren; dabei erhält die RUB mit 414.000 DM eine im Vergleich zu anderen Hochschulen sehr hohe Unterstützung, um den Studierenden von morgen, aber auch Ortswechslern eine richtige, weil fundierte Entscheidung zu ermöglichen. | | Das Programm soll Schüler/innen ein möglichst sachgerechtes Bild der Uni vermitteln. Daher baut die RUB ein Netzwerk zwischen Schulen der Region und Studienberatern der RUB auf, das die Zentrale Studienberatung der RUB (ZSB) leitet und koordiniert. In sog. Hochschulprojektwochen sollen die Schüler/innen einen praktischen Einblick in den Studienalltag erhalten, wobei sie von ausgebildeten studentischen Tutoren betreut werden. Ein Studien- und Berufsfindungsseminar bietet Gelegenheit, individuelle Fähigkeiten und Neigungen unter psychologischer Anleitung zu reflektieren und so eine fundierte Entscheidung für oder gegen ein Studium zu treffen. Zudem möchte die RUB Lehrer/innen bei Studien- und Berufswahl als Multiplikatoren gewinnen. |
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| Internet-Information |
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| Der Unikompaß soll zudem die Infoflut im Internet kundenfreundlicher gestalten. Lehrer/innen und Schüler/innen erhalten über das WWW grundlegende Aufklärung für den Entscheidungsprozeß, die letztlich den Weg zur persönlichen Beratung ebnet. Sie erleichtert auch die Vorbereitung der Projektwochen. Bereits im Internet vorhandene Infos sollen übersichtlicher aufbereitet werden. Fehlende Infos, z. B. kommentierte Vorlesungsverzeichnisse oder Angaben zum Profil eines Faches, sollen das Angebot ergänzen. In der Uni wird das Internet die Kooperation von Studienfachberatern, Fachschaften und zentralen Beratungseinrichtungen erleichtern - etwa in Form von Mailinglisten, Newsgroups oder aktuellen Webseiten. |
| Ist die Entscheidung für einen Studiengang gefällt, läßt die RUB ihre "Neuen" nicht allein. In allen Fakultäten stehen den Anfänger/innen ausgebildete Tutor/innen zur Seite. Sie sollen helfen, sich in der neuen Lebenssituation zurechtzufinden, Leute kennenzulernen und sich auf dem Campus heimisch zu fühlen. Inhalte der Tutorien sind u. a. Studien- und Lerntechniken, Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten oder Zeitmanagement - jeweils unter Berücksichtigung fachlicher Besonderheiten. Zudem ist geplant, daß sich bestimmte Studiengänge an der RUB zu einem Netzwerk zusammenschließen, um den Studieneingang deutlich zu verbessern: zum einen solche mit geringer Nachfrage (Ingenieur- und Naturwissenschaften), zum anderen Fächer mit zu vielen Studierenden, die unter Überlast leiden und eine relativ hohe Abbrecherquote aufweisen (eine Reihe von geisteswissenschaftlichen Fächern). |
| jw |
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| Am 4.2.99 findet im MZ die Auftaktveranstaltung des Projekts statt (15-18 h). Interessierte aller Fakultäten, z. B. Tutoriumsbeauftragte oder Tutoren können sich über Pläne und Ziele des "Unikompaß" informieren. Vorab: www.ruhr-uni-bochum.de/studienbuero/kompass/ |
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