| Zum 1. Medientag der RUB waren am 13.11. alle Studierenden der Geisteswissenschaften eingeladen. Neben einem Vortrag von Prof. Klaus Mertens (Uni Münster) waren Experten nach Bochum gekommen, um verschiedene Workshops zu leiten. Veranstaltet wurde der Tag vom Englischen und Romanistischen Seminar, dem Germanistischen Institut, dem Magisterreformmodell und dem Hochschulteam des Arbeitsamtes Bochum. | | "Wer die Kommunikation hat, hat die Zukunft", brachte es Prof. Mertens in seinem Vortrag zum "Zukunftsfenster Kommunikationsberufe" auf den Punkt. In allen Branchen werden gute Leute gesucht. So ist die Nachfrage nach PR-Profis zuletzt stark angestiegen. Und mit rund 22.000 Titeln ist Deutschland das Land mit den meisten Zeitschriften, auch hier werden ständig Spezialisten gesucht. Gute Chancen für Geisteswissenschaftler - vorausgesetzt, sie haben die berühmten Zusatzqualifikationen erworben: ohne Praktikum, Hospitanz und freier Mitarbeit nutzt der beste Abschluß nichts. |
| Wie genau Anforderungen und Möglichkeiten in den einzelnen Branchen aussehen, darüber konnte man sich in den anschließenden Workshops informieren. So gehört der Bereich "Software-Engineering" längst nicht mehr nur den Ingenieuren. Im direkten Kontakt mit dem Kunden muß man sich vor allem präsentieren und bei der Entwicklung von Programmen auf Wünsche und Probleme eingehen können. Bestehende Softwarelösungen müssen für den User besser nutzbar gemacht werden - natürlich ein Job für Geisteswissenschaftler. |
| Wer sich vom Workshop "Ausbildung in Medienberufen" einen Überblick über viele verschiedene Jobs erhoffte, wurde enttäuscht. Kurzfristig wurde dieser Workshop mit dem zur "Filmproduktion" zusammengelegt, heraus kam ein Workshop ausschließlich zur Ausbildung bei Film, Video und TV. Geisteswissenschaftler, die beim Film anfangen wollen, haben Chancen als Autor, Redakteur, Produzent, Regisseur, Produktions- und Aufnahmeleiter. Auch hier schafft man den Einstieg über Praktika und freie Mitarbeit. Einziges Problem: Oft fehlen für die vielen neuen audiovisuellen Jobs eindeutige Berufsbezeichnungen, und einen festen Weg zum Aufstieg gibt es auch nicht. |
| Sabine Raddatz & Jörg Gudat |
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