| Unter dem Titel "Strategische Überlegungen zur Entwicklung der Ruhr-Universität Bochum" hat das Rektorat am 12. November dem Senat und am 19. November den Dekanen einen Entwurf vorgelegt, der "für einen mittelfristigen Planungszeitraum von etwa 5 Jahren Entwicklungsziele" für die RUB formuliert. Über allem schwebt die Frage: "Wie soll die Ruhr-Universität in fünf Jahren aussehen und in welchen Schritten kann diese Vorstellung realisiert werden?". | | In seinen Überlegungen geht das Rektorat auf die allgemeine öffentliche Diskussion über die Aufgaben von Hochschulen ein und formuliert Ziele und Verbesserungsvorschläge für die RUB in den Bereichen Lehre, Forschung, Service, Organisationsstruktur, Ressourceneinsatz, regionale Verantwortung und Kommunikation. Zu den genannten Feldern und den entsprechenden Unterpunkten präsentiert der Rektoratsentwurf zum Teil noch sehr vage Ideen, zum Teil aber auch schon genauere Vorstellungen mit konkreten Verfahrensvorschlägen, darunter zur Einführung gestufter Studiengänge, zur Nachwuchsförderung, zur Einrichtung einer Koordinierungs- und Beratungsstelle für den Berufseinstieg, zur wissenschaftlichen Weiterbildung, etc. Sprengsatz steckt sicher in der vorgeschlagenen Diskussion über die Fakultätsstrukturen und im Plan, die Fächer und die Personalstruktur einer Stärken- und Schwächenanalyse zu unterziehen. In Sachen Kommunikation ist das erste Vorhaben bereits realisiert: Der Entwurf wurde ins Intranet gespeist und damit der universitätsöffentlichen Diskussion freigegeben (http://www.ruhr-uni-bochum.de/rektorat). |
| Während im Senat die Fraktion der Professoren sich noch nicht auf eine inhaltliche Diskussion einlassen wollte, hinterfragte der Fraktionssprecher der Wissenschaftlichen Mitarbeiter, Dr. Heinz-Jürgen Jacob, "woher die Zentralebene die Kompetenz für die Verteilung von Stellen" nehme. Die erste Diskussion in der Dekanekonferenz kreiste hauptsächlich um Fragen zu gestuften Studiengängen. Beide Gremien bat Rektor Prof. Petzina um Argumente und Kommentare zum vorgelegten Papier, das nach seinen Vorstellungen bis Ende des Wintersemesters ergänzt, präzisiert, überarbeitet und schließlich dem Senat zur "zustimmenden Kenntnisnahme" vorgelegt werden soll. |
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| Findungskommission sucht Kanzler(in) |
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| Die RUB sucht bald einen neuen Kanzler oder eine neue Kanzlerin. Der seit 1980 amtierende Kanzler Dr. Bernhard Wiebel hat die Wissenschaftsministerin (MSWWF) gebeten, ihn zum 30.9.99 in den Ruhestand zu versetzen. Nachdem Rektor Petzina die Senatoren darüber unterrichtet hat, benannte er die Mitglieder für eine "Findungskommission". Ihr gehören neben dem Rektor an: die Professoren Dr. Heinrich Wottawa (Psychologie), Dr.-Ing. Dietrich Hartmann (Bauingenieurwesen) und Dr. Rolf Wank (Jura), der Wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Hans-Werner Lennertz (Chemie), der Student Jan-Markus Heise (Elektrotechnik) sowie Rolf Wernhardt (Physik) aus der Gruppe der Mitarbeiter in Technik und Verwaltung. Die Kommission bekommt auch Rat von außen; Petzina beabsichtigt, noch ein Mitglied des RUB-Kuratoriums zu berufen. Unsicher ist allerdings, ob die RUB demnächst eine(n) Zeit- oder eine(n) Dauerkanzler(in) bekommt. Bekanntlich will das Land die Hochschulgesetze novellieren und diskutiert derzeit, Kanzlerstellen nur noch auf Zeit zu besetzen. Rektor Petzina hat das MSWWF angeschrieben und Aufklärung über das Prozedere verlangt. Wer weiß, vielleicht läuft es auf die Frage hinaus, "Wer ist schneller: Die RUB oder die Abgeordneten?". |
| Außerdem hat der Senat einige Berufungslisten verabschiedet (Stochastik, Didaktik der Biologie, Koreanistik und Kunstgeschichte), zahlreiche Nachwahlen in Ausschüsse vorgenommen und den Kooperationsvertrag mit der Uni Dortmund bezüglich des Studiengangs Biologie für die Lehrer in der Sekundarstufe 1 gebilligt. |
| jk |
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