| 25 Jahre Tanztheater Pina Bausch, und das passende Fest in Wuppertal - und was hat es mit der Ruhr-Universität Bochum zu tun? Abgesehen von den vielen tanzbegeisterten Kommilitoninnen und Kommilitonen, die sich in den Kampf um die Karten für das Tanztheaterereignis der Saison stürzten, ist für die Ruhr-Universität Bochum besonders erfreulich, daß beim "Abend der Kampfkünste" am 24. Oktober auch die Meister der an der Ruhr-Universität Bochum angesiedelten Capoeira-Gruppe auf die illustren Wuppertaler Bretter eingeladen waren. | | Kampf und Tanz - auf den ersten Blick zwei schwer miteinander zu verbindende Bewegungsformen. Entwickelt haben es nach Brasilien verschleppte Sklaven, um in ihren Tänzen gezielt Kampftechniken für ihren Widerstand gegen die Portugiesen vorzubereiten. Kein Wunder also, daß deren Verbot noch bis 1937 gültig war! Das Faszinierende ist die Mischung aus Rhythmus und Bewegungen, bei denen das Ausweichen vor den Peitschenhieben noch deutlich erkennbar ist. Heute fliegen und tanzen immer nur zwei Tänzer, die von den im Kreis stehenden Sängern und Musikern aufgeputscht werden. "Das Leben und die Liebe sind ein ständiger Tanzkampf" - und Capoeira lehrt die hierfür notwendigen Flugkünste. |
| Vor zehn Jahren hat boSKop mit einer Sommerakademie den Grundstein für diese Gruppe an der Ruhr-Universität Bochum gelegt und seitdem diese Tanzkampfkunst gepflegt. Einen vorläufigen Höhepunkt wird die Arbeit im Sommer 1999 mit dem - von der EU unterstützten - interkulturellen Capoeira-Projekt "Volta ao mundo" in Brasilien mit den Ruhr-Universität Bochum-Capoeiristas finden. |
| Uli Seifert |
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