| Anläßlich der Verleihung der Honorarprofessur im Fach Steuerrecht gab der Vorsitzende Richter am Bundesfinanzhof, Prof. Dr. Walter Drenseck, am 27.10.98 seine Antrittsvorlesung zum Thema "Behandlung der Aus- und Fortbildung im Einkommensteuerrecht" und stieß nicht nur bei den Studenten auf großes Interesse. Eine ganze Heerschar von Finanzrichtern und anderen Steuerjuristen aus Verwaltung und Wirtschaft hatte sich an dem nassen Dienstag auf den Weg nach Bochum gemacht. Darunter befanden sich auch der Präsident des Bundesfinanzhofes sowie die Präsidenten der Finanzgerichte Düsseldorf, Münster und Niedersachsen. Mehr als hundert auswärtige, größtenteils namhafte Vertreter des Steuerrechts erfuhren beim Festakt in der Laudatio seines Lehrers Prof. Dr. Heinrich Wilhelm Kruse vom Leben und Werk des gebürtigen Wattenscheiders Drenseck. In seinem Vortrag gab dieser eine Kostprobe seines wachen, analytischen Geistes. Er scheute sich dabei keineswegs, die Judikatur des eigenen Gerichts kritisch zu reflektieren. Auf dem anschließenden Empfang im Beckmannshof wurden bei Bier und Grünkohl die Thesen Drensecks diskutiert und Anekdoten ausgetauscht. Auch denjenigen, die der Antrittsvorlesung nicht beiwohnen konnten, bleibt der Vortrag erhalten. Eine renommierte Fachzeitschrift wird die schriftliche Fassung in Kürze veröffentlichen. | | Prof. Drenseck ist einer der führenden Kommentatoren auf dem Gebiet des Einkommensteuerrechts. Der von ihm in großen Teilen verfaßte, jährlich neu erscheinende "Schmidt, Einkommensteuergesetz" ist ein Bestseller, der in keiner Steuerrechtsbibliothek fehlen darf. Drenseck lehrt seit einigen Jahren an der RUB "Rechtsschutz in Steuersachen" sowie "Bilanz- und Bilanzsteuerrecht für Juristen" und gewährt Einblicke in die höchstrichterliche Arbeit. Auf vielen Blockseminaren (vor allem in der Jugendburg Gemen) hat Drenseck mit jungen Studenten diskutiert. Einige von ihnen sind mittlerweile selbst Finanzrichter geworden oder bewähren sich als Wissenschaftliche Mitarbeiter am Bundesfinanzhof. Die Juristische Fakultät schätzt sich glücklich, diese Richterpersönlichkeit in ihren Reihen zu haben! |
| Norbert Schneider |
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