RUBENS Nr. 167 - 1. Feb. 2013
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Zwei Wettbewerbe – Ein Ziel

19 neue Projekte von inSTUDIES gehen 2013 an den Start

Rund 50 Studierende und Lehrende sind dem Aufruf von inSTUDIES gefolgt und haben an den Wettbewerben im vergangenen Herbst teilgenommen. Gesucht waren Ideen, die das Studium bereichern. Am Ende setzten sich fünf studentische Initiativprojekte und 14 Lehrprojekte durch. Bereits im Sommersemester werden die ersten Ideen umgesetzt.


Mithilfe dieser Ausschreibungen sucht das Projekt inSTUDIES Ideen, die neue Wege in der Lehre beschreiten und die Lehrqualität verbessern. Alle Studierenden und Lehrenden der RUB können ihre Konzepte einreichen. Dabei sind der Kreativität nahezu keine Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung: Das Projekt muss zu inSTUDIES passen. Das bedeutet, Studierende stärker als bislang bei der Ausbildung eines individuellen Studienprofils zu unterstützen.
„Indem die Studierenden ein eigenes Projekt auf die Beine stellen, können sie selbstbestimmt ihr Studium mitgestalten. inSTUDIES fördert Initiativprojekte von Studierenden, die ihnen und anderen Studierenden zu Gute kommen“, erklärt Dr. Andrea Koch-Thiele, die im Projektmanagement von inSTUDIES arbeitet. Von den eingereichten Anträgen für die studentischen Initiativprojekte werden fünf gefördert: Die gute alte Kreidetafel ist an vielen Schulen schon Geschichte – abgelöst wird sie vom interaktiven eBoard mit Internetanschluss. Aber wie lassen sich seine vielen Finessen sinnvoll in den Unterricht einbauen? Mit dieser Frage beschäftigen sich angehende Lehrer am Beispiel des Deutsch-Unterrichts. Ganz raus aus der Schule wollen andere Lehramtsstudierende: Sie entwickeln Exkursionen für den Biologieunterricht. Studierende der Sprachlehrforschung erproben museumspädagogische Angebote mit verschiedenen LWL-Industriemuseen und machen sich so fit für den Berufseinstieg. Sind Computerspiele gefährlich oder pädagogisch sinnvoll? Um einen Austausch zwischen Wissenschaft und Computerspielindustrie möglich zu machen, organisieren Studierende aller Fachrichtungen die Vortragsreihe „Thanks for Playing – Exkurse zum digitalen Spiel“. Wie erklärt sich das Auf und Ab der Aktienkurse und wie funktioniert das genau? Das möchten Studierende der Wirtschafts- bzw. Sozialwissenschaft herausfinden. Beim Börsenspiel setzen sie ihr theoretisches Wissen in die Praxis um.

Ausschreibung für Lehrende

„Die Ausschreibung macht es Lehrenden der RUB möglich, neue Lehr-und Lernformate zu entwickeln und gemeinsam mit Studierenden über ein bis zwei Jahre hinweg zu erproben“, erklärt Prof. Joachim Wirth (wissenschaftlicher Projektleiter von inSTUDIES) den besonderen Anreiz der Ausschreibung. Das Rennen machten 14 innovative Lehrprojekte, die mit ganz unterschiedlichen Lehrformaten an den Start gehen. Mit dabei sind: fünf neue Summer Schools, zwei Internationale Projekte und acht Fachaffine Vertiefungsprojekte. In den Summer Schools geht es u.a. um „Big Questions“. Zum Thema „Bildung und Gesellschaft: Neue Möglichkeiten für Partizipation“ oder „Humanitäre Hilfe im 21. Jahrhundert. Zwischen Prinzipien, Praxis und neuen Herausforderungen“ organisieren Lehrende und Studierende gemeinsam einen mehrtägigen Kongress. In der Förderlinie „International studieren“ steht Indien im Mittelpunkt. Studierende verschiedener Fächer beschäftigen sich intensiv mit dem Land, seinen Sitten, seinen Arbeitsbedingungen und erwerben wertvolles Wissen für den Berufseinstieg. Krönender Abschluss ist eine Reise nach Indien. In der Projektlinie „Fachaffine Vertiefungsprojekte“ erfahren Studierende u.a., wie sich mit geringem Materialaufwand ein anschaulicher Chemieunterricht gestalten lässt.


Info: Alle Projekte stehen auf den Seiten des Optionalbereichs: http://www.rub.de/optionalbereich/

Janine Bruder | Themenübersicht