... im NatLabor
Serie: Die LehrLounge zu Gast…
Die Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB) hat im April 2012 die Tagung „LehrLounge – Der Lehre Raum geben“ ausgerichtet. Im Fokus standen Lehrräume: räumliche Dimensionen von Lehre sowie didaktische Methoden in besonderen und klassischen Lehrräumen. Die IFB gab dabei Lehrenden und an Lehre Interessierten einen intensiven Einblick in acht außergewöhnliche Lehrräume der RUB: durch Raumworkshops direkt vor Ort. Die Teilnehmenden arbeiteten didaktische Methoden bzw. Prinzipien heraus, die bei der raum- und fachspezifischen Lehre zum Einsatz kommen. Ein zweiter Blick auf die Methoden und Prinzipien zeigte, dass diese – unabhängig vom Fach – alltagsfähige Handlungsoptionen in klassischen Lehrräumen ermöglichen. RUBENS stellt diese Räume vor und zeigt exemplarische Transfermöglichkeiten ausgewählter didaktischer Aspekte auf. In Teil 4 geht es um das naturwissenschaftliche Labor (das ist zugleich das Hauptlabor der Technischen Chemie).
Die Lehre in diesem Raum ist besonders, weil… „er unterschiedlichste Möglichkeiten bietet, je zwei bis sechs Studierende auszubilden und Einblicke in viele Bereiche der Technischen Chemie eröffnet. Außerdem können dort viele Kompetenzen erarbeitet werden, die für die Zeit nach dem Studium wichtig sind: z.B. Teamarbeit, lösungsorientiertes Arbeiten, das Erlernen von Techniken, Umgang mit gefährlichen Stoffen und sicheres Arbeiten usw.“ (Sascha Heikens, Fakultät für Chemie und Biochemie)
Ein Beispiel zur Konkretisierung des Besonderen: Das Laborpraktikum stellt eine typische Lehrform im Labor dar, in der das Besondere verborgen liegt. Sie beinhaltet diverse, regelrecht fest etablierte praktische Arbeitsphasen, in denen die Studierenden sowohl fachliche (z.B. Versuchsplanung, -aufbau, -durchführung; Umgang mit Datenmassen) als auch überfachliche Kompetenzen erwerben.
Welche didaktischen Methoden/Prinzipien kommen in diesem Raum zum Einsatz? Projektarbeit, kollegiales Zusammenarbeiten von Lehrenden und Studierenden, Ausschreibung von Wettbewerben/Preisen, Forschendes Lernen (Prinzip des Selbermachens).
Ein exemplarisches Fazit für die Lehre: Das Abgeben von mehr Verantwortung an Studierende, inkl. selbstständigen Arbeitens, dient als erfolgreicher Motivationsfaktor für Studierende. Eine unkonventionelle Idee, die nicht nur im Hauptlabor der Technischen Chemie funktionieren dürfte: Motivierung von Studierenden durch die Einführung von Bonus-Malus-Systemen.
Infos zur Tagung: Dina Burandt, IFB, -27484, Dina.Burandt@uv.rub.de
IFB; Foto: IFB | Themenübersicht

