RUBENS Nr. 166 - 1. Jan. 2013
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Leute, Leute

Personalmeldungen

RUFE, EHRE, ÄMTER

Prof. Dr. Bernhard Kretschmer
(Jura) hat einen Ruf auf eine Professur für „Strafrecht und Strafprozessrecht“ an der Uni Gießen erhalten.
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Prof. Dr. Michael Wark (Chemie & Biochemie) hat zwei Rufe erhalten: einen auf eine Professur für „Technische Materialchemie“ an der Uni Saarbrücken und einen auf eine Professur für „Technische Chemie“ an der Uni Oldenburg.
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Seine Forschungsergebnisse gehen nahezu jeden etwas an, sie sind von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung; durch die Gründung einer eigenen Firma fließen sie auch unmittelbar in marktfähige Produkte ein: Prof. Dr.-Ing. Christof Paar (Embedded Security, Foto) hat Ende November den mit 100.000 Euro dotierten Innovationspreis 2012 des Landes NRW erhalten. Paar, Experte für IT-Sicherheit und angewandte Kryptographie, gilt als „Brückenbauer zwischen der Wirtschaft und der Wissenschaft“, seine Arbeit sei „hochinnovativ“ und mit dafür verantwortlich, dass sich sein Forschungsgebiet in der internationalen Forschungsszene etablieren konnte, heißt es in der Begründung der Jury.
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Dr. Tagrid Yousef, RUB-Absolventin und Gastdozentin in der Psychologie, erhielt im Dezember den Deutschen Lehrerpreis 2012. Die gebürtige Palästinenserin unterrichtet Biologie und Physik am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Duisburg. Den Preis erhält sie für ihr unterrichtsübergreifendes Engagement, ihre mediative Kompetenz, persönliche Fürsorge, Motivation und Unterstützung, ihren verantwortungsvollen Umgang mit den Schülern und eine abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung. Tagrid Yousef studierte Ende der 80er-Jahre Biologie an der RUB und promovierte bei Prof. Ulf Eysel (Neurophysiologie, Medizinische Fakultät). Bekannt wurde sie auch als erste „Uni-Zwerg-Mutter“: 1998 gründete sie zusammen mit anderen Studentinnen den Verein „Uni-Zwerge zur Förderung Hochschulangehöriger der RUB mit Kindern“.
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2012 haben Lisa Jankowiak und Michael Schlösser die besten Noten bei den Ausbildungsprüfungen der RUB erreicht. Ende November wurden sie dafür von Kanzler Gerhard Möller mit einer Urkunde und einem Büchergutschein geehrt. Beide haben im August 2009 die Ausbildung an der RUB begonnen: Lisa Jankowiak am Institut Product and Service Engineering als Bürokauffrau, Michael Schlösser in der Werkstoffwissenschaft als Werkstoffprüfer (Schwerpunkt Metalltechnik). In der Prüfung haben sie jeweils mehr als 90 von 100 Punkten bekommen – auch „dank der guten Bedingungen und der Unterstützung“ ihrer Lehrstühle, so Jankowiak und Schlösser. Beide bleiben an der RUB: Lisa Jankowiak hat im WS das Studium der Wirtschaftswissenschaft aufgenommen, gleichzeitig ist sie als studentische Hilfskraft an ihrem Ausbildungslehrstuhl beschäftigt; Michael Schlösser arbeitet bis Juni 2014 als Werkstoffprüfer am Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft.
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Timo Kasper vom Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) hat den mit 5.000 Euro dotierten GI/CAST-Preis 2012 gewonnen. Er wird für hervorragende Promotionen in der IT-Sicherheit vergeben und ehrt Arbeiten, die fortschrittlich sind und einen Zugewinn an Sicherheit in IT-Anwendungen ermöglichen. Drei weitere tolle Platzierungen erlangten HGI-Mitglieder in der Kategorie „Master- und Diplomarbeiten“. Thomas Pöppelmann erzielte den 1. Platz, Eric Struse und Ramona Jung folgen auf Platz 3 und 4.
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Den 2. Platz erreichten Bochumer Forscher beim Deutschen IT-Sicherheitspreis. Prof. Dr. Eike Kiltz und Dipl.-Ing. Stefan Heyse (HGI) wurden gemeinsam mit ihren Kollegen Vadim Lyubashevsky (ENS Paris) und Prof. Dr. Krzysztof Pietrzak (IST Austria) für ihre Arbeit „LaPiN – Effiziente Authentifizierung für Low-End-Hardware“ ausgezeichnet und erhielten ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro.
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Für die hervorragende Darstellung des Projekts „Simulationsgestützte Gesprächstrainings in der akademischen Lehre“ erhielt Tim Peters (Zentrum für Medizinische Lehre/inSTUDIES-Projektbüro) den Poster-Preis auf der Tagung „Teaching is Touching the Future – Emphasis on Skills“ in Mainz. Unter 32 Postern zu Lehr- und Lernprojekten aus ganz Deutschland überzeugte Peters die Jury am meisten. Im Projekt geht es um die professionelle Gesprächsführung im Beruf. Es soll die Studierenden auf kommunikative Herausforderungen im Berufsleben vorbereiten. Der Fokus liegt nicht auf Rhetorik oder Vortragsvorbereitungen, sondern auf konkreten Gesprächen mit Kollegen, Kunden oder Vorgesetzten. Hierbei übernehmen ausgebildete Schauspieler die Rolle des „schwierigen Gesprächspartners“, ermöglichen dadurch eine große Realitätsnähe und geben wertvolles Feedback.
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Die RUB-Präsenz in der Internetdatenbank AcademiaNet, die exzellente Wissenschaftlerinnen verzeichnet, ist gewachsen: Prof. Dr. Anja-Verena Mudring (Anorganische Chemie) ist dort nun mit sieben weiteren Forscherinnern der RUB vertreten. Die Robert Bosch Stiftung und der Verlag Spektrum der Wissenschaft gründeten AcademiaNet mit dem Ziel, exzellente Wissenschaftlerinnen in der Öffentlichkeit besser sichtbar zu machen. Selbstbewerbungen sind nicht möglich. Prof. Mudring wurde vom European Research Council und dem Verband der Chemischen Industrie vorgeschlagen. Die Auswahl erfolgte basierend auf strengen Exzellenzkriterien. Zurzeit sind acht Professorinnen von der RUB in der Datenbank vertreten: Beate Brand-Saberi (Biologie), Nicole Frankenberg-Dinkel (Biologie), Martina Havenith-Newen (Chemie), Nicola Kaminski (Germanistik), Doris Koesling (Humanmedizin), Anja-Verena Mudring (Chemie), Irmgard Müller (Geschichte der Medizin) und Monika Schmitz-Emans (Komparatistik).


ad; Foto: HGI | Themenübersicht