RUBENS Nr. 166 - 1. Jan. 2013
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Stress

Wirtschaftspsychologen befragen RUB-Beschäftigte

Die Arbeit in Büro, Werkstatt oder Labor belastet uns nachweislich emotional: Wir haben Stress. Wie aber werden wir ihn los? Oder nehmen wir ihn mit in die Freizeit? Was ist, wenn der Partner seine Belastung ebenfalls mit nach Hause bringt. Schaukelt man sich gegenseitig hoch, indem jeder ausführlich von seinen Problemen auf der Arbeit erzählt? Die Wissenschaftler am Lehrstuhl Wirtschaftspsychologie (Prof. Dr. Christian Dormann) wollen herausfinden, wie es den Beschäftigten der RUB in dieser Hinsicht ergeht. Mit modernster Technik erstellt er eine Studie zum Einfluss von Stress am Arbeitsplatz auf das Privatleben.

Per Brief werden dieser Tage alle Beschäftigten der RUB eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Die Mitarbeitervertretungen und das Rektorat haben dem zugestimmt. Das Rektorat und der Personalrat (PR) der nicht-wissenschaftlich Beschäftigten halten das Projekt sogar „für sehr unterstützenswert“. Die Befragung ist zudem mit dem Datenschutzbeauftragten der RUB abgestimmt. Die Anonymisierung aller Daten ist garantiert, zu keinem Zeitpunkt können Rückschlüsse auf die Teilnehmer gezogen werden.
Mitmachen kann, wer mit einer Partnerin/einem Partner in einem Haushalt zusammenlebt, die/der ebenfalls berufstätig ist. Zunächst erhalten die Teilnehmer für sich und ihren Partner je einen Fragebogen, in dem demografischen Daten und Daten über ihre emotionalen Belastungen bei der Arbeit im Allgemeinen, ihr Befinden im Allgemeinen usw. erhoben werden. Zusätzlich werden mittels handybasierter Befragung zu verschiedenen Zeitpunkten eines Tages an acht aufeinanderfolgenden Arbeitstagen Daten dazu erhoben, wie die emotionalen Belastungen bei der Arbeit heute, das Befinden im Moment etc. ist. Diese Befragung dauert jeweils nicht länger als zwei Minuten; ein einfaches Handy genügt um mitzumachen. Die Daten werden per SMS über ein Modem vermittelt und erreichen so den Rechner am Lehrstuhl Wirtschaftspsychologie.
Einen weiteren wichtigen wissenschaftlichen Aspekt bei dieser Studie bilden genetische Faktoren. Alle Teilnehmer können deshalb zusätzlich eine Speichelprobe abgeben. Diese wird anschließend – ausschließlich – auf ausgewählte genetische Faktoren untersucht, die im Zusammenhang mit emotionalen Arbeitsbelastungen stehen können.
Prof. Christian Dormann als Leiter der Studie freut sich nicht nur über viele Teilnehmer an der Befragung. Er hofft auch, damit die allgemeine Arbeitssituation an der RUB zu erfassen, u.U. Quellen von Belastungsfaktoren zu identifizieren und Gegenmaßnahmen vorschlagen zu können. ad

Info: Als kleines Dankeschön erhält jeder Teilnehmer 20 Euro (insgesamt 40 Euro pro Paar). Alles Weitere erfährt man unter stress@rub.de. Dort kann man sich auch zur Teilnahme anmelden.

 

ad; Foto: iStock | Themenübersicht