RUBENS Nr. 165 - 1. Dez. 2012
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In der Lernfabrik

Serie: Die lehrlounge zu Gast

Die Stabsstelle Interne Fortbildung und Beratung (IFB) hat im April 2012 die Tagung „LehrLounge – Der Lehre Raum geben“ ausgerichtet. Im Fokus standen Lehrräume: räumliche Dimensionen von Lehre sowie didaktische Methoden in besonderen und klassischen Lehrräumen. Die IFB gab dabei Lehrenden und an Lehre Interessierten einen intensiven Einblick in acht außergewöhnliche Lehrräume der RUB: durch Raumworkshops direkt vor Ort. Die Teilnehmenden arbeiteten didaktische Methoden bzw. Prinzipien heraus, die bei der raum- und fachspezifischen Lehre zum Einsatz kommen. Ein zweiter Blick auf die Methoden und Prinzipien zeigte, dass diese – unabhängig vom Fach – alltagsfähige Handlungsoptionen in klassischen Lehrräumen ermöglichen. RUBENS stellt diese Räume vor und zeigt exemplarische Transfermöglichkeiten ausgewählter didaktischer Aspekte auf. Im dritten Teil geht es um die ingenieurwissenschaftliche Lernfabrik.

Die Lehre in diesem Raum ist besonders, weil… „…sich die Gestaltung der Organisation und der Betriebsabläufe in einer Fabrik den Studierenden in einer Vorlesung nur theoretisch vermitteln lassen. In der am Lehrstuhl für Produktionssysteme aufgebauten Lernfabrik können sie die theoretischen Grundlagen aus der Vorlesung hautnah anwenden und erleben. Die 15 bis 20 Studierenden belegen wesentliche Arbeitsstationen, wie Vertrieb, PPS, Lager, Fertigung, Montage und Versand. Ihre Aufgabe ist es, die Aufbau- und Ablauforganisation ihrer Fabrik so zu gestalten, dass eine effiziente Auftragsabwicklung zur Erfüllung der Kundenwünsche erreicht wird.“ (Dr. Dieter Kreimeier, Fakultät für Maschinenbau).

Beispiele zur Konkretisierung des Besonderen: Lehrangebote und Weiterbildung im Themenfeld Lean Management und Ressourceneffiziente Produktion; Neue Vorlesung „Management und Organisation von Arbeit“ in Kooperation mit der gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM.

Welche didaktischen Methoden/Prinzipien kommen in diesem Raum zum Einsatz?
Die Lernfabrik ist ein spezifisches Lehr- und Lernsetting. In diesem spielen Elemente von projektorientiertem Lernen, Planspielen und Workshops zusammen. In der Lernfabrik ist eine realitätsnahe Lernumgebung geschaffen worden, in der Studierende durch das praktische Arbeiten sowie durch die Übernahme einer festen Zuständigkeit zum learning by doing aktiviert werden.

Ein exemplarisches Fazit für die Lehre: Der LehrLounge-Workshop in der Lernfabrik verdeutlichte den Teilnehmenden, wie zielführend Praxisbezug und Handlungsorientierung für gute und effektive Lehre ist. In der Lehre eingesetzte Planspiele eignen sich methodisch hervorragend dazu – und das nicht nur in den Ingenieurwissenschaften.

Infos zur Tagung: Dina Burandt, IFB, -27484, Dina.Burandt@uv.rub.de

 

Dina Burandt; Foto: IFB | Themenübersicht